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Deutschland/Welt Millionen Muslime pilgern zum Berg Arafat
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17:53 26.11.2009
Trotz der Unwetter mit mindestens 77 Toten pilgern Millionen Muslime zum Berg Arafat. Quelle: AFP

Mekka. Nach schweren Unwettern mit mindestens 77 Toten am Vortag strömten die Gläubigen zu Fuß oder in Bussen zu jenem Hügel, auf dem der Religionsgründer Mohammed vor 14 Jahrhunderten seine letzte Predigt gehalten haben soll. Eine anti-amerikanische Demonstration verlief ohne Zwischenfälle.

Die Pilger hatten sich am Mittwoch unter heftigen Regenfällen auf den Weg ins Mina-Tal gemacht, etwa 20 Kilometer südöstlich der heiligen Stadt Mekka im Westen Saudi-Arabiens. Die Nacht verbrachten sie entsprechend der Tradition in Zelten, bevor sie am Morgen bei klarem Himmel auf den Berg Arafat stiegen.

Bei den schweren Unwettern am Mittwoch kamen in der Hafenstadt Dschiddah am Roten Meer und in Mekka nach neuen Behördenangaben mindestens 77 Menschen ums Leben. Mehr als 350 Menschen würden noch vermisst, teilte der saudische Zivilschutz am Donnerstag mit. Mehrere Straßen und Wohnviertel seien überschwemmt, in beiden Städten hätten insgesamt mehr als 900 Menschen in Sicherheit gebracht werden müssen. Die Behörden machten keine Angaben darüber, ob auch Pilger unter den Opfern waren. Allerdings behinderten die Wassermassen die Anreise Richtung Mekka.

Ohne Zwischenfälle verlief am Donnerstag die traditionell abgehaltene anti-amerikanische Demonstration der iranischen Pilger. Tausende riefen Parolen gegen Israel und die USA. Der Leiter der iranischen Pilgergruppe verlas eine Botschaft des geistlichen iranischen Führers Ayatollah Ali Chamenei der die „Feinde des Islam“ beschuldigte, die Muslime spalten zu wollen.

Laut Koran sollte jeder Muslim einmal im Leben an der Hadsch teilnehmen, sofern seine Gesundheit und seine Mittel es erlauben. Am Freitag sollten die Pilger nach Mina zurückkehren, wo das Opferfest Eid el Adha begangen wird. Mit der Opferung eines Tiers, zumeist eines Schafes, erinnern die Muslime an Abrahams Bereitschaft, Gott seinen Sohn zu opfern. Danach wird die Hadsch mit der symbolischen Steinigung des Teufels abgeschlossen.

AFP

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