Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Deutschland/Welt Migranten in Griechenland versuchen Abschiebung zu umgehen
Nachrichten Politik Deutschland/Welt Migranten in Griechenland versuchen Abschiebung zu umgehen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:37 17.05.2016
In den Flüchtlingslagern auf den griechischen Inseln kommt es immer wieder zu Tumulten. Viele Flüchtlinge, die kaum Aussichten aus Asyl haben - etwa Menschen aus nordafrikanischen Staaten, Pakistan und Afghanistan- versuchen zudem illegal aufs Festland zu gelangen. Quelle: Filippo Monteforte/Symbolbild
Anzeige
Athen

Angesichts der drohenden Abschiebung aus Griechenland versuchen Migranten, von den Ostägäis-Inseln Chios und Lesbos illegal auf das Festland zu fliehen. Eigentlich sollen sie aufgrund des Flüchtlingspakts zwischen der EU und Ankara in die Türkei zurückgeschickt werden.

Vor allem Afghanen, Pakistaner und Nordafrikaner, die allesamt kaum Aussicht auf Asyl in Europa haben, setzen alles daran, zum Festland zu gelangen, um von dort ihren Weg nach Nordeuropa, in erster Linie nach Deutschland, fortzusetzen.

In den vergangenen Tagen hat die griechische Polizei auf den Inseln deshalb Dutzende Menschen festgenommen. Sie hätten sich unter anderem in Lastwagen versteckt, um unerkannt an Bord von Fähren nach Athen zu gelangen, berichteten griechische Medien. "Einige klettern sogar die Ankerketten zu den Fähren hoch", sagte ein Offizier der Küstenwache am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur.

Auch die Flüchtlinge, die seit Monaten im nordgriechischen Grenzort Idomeni ausharren und auf eine Öffnung der gesperrten Balkanroute hoffen, finden immer wieder Wege über die Grenze. Nach eigenen Angaben hat das Nachbarland Mazedonien in den vergangenen zwei Monaten rund 12 000 illegal eingereiste Menschen zurück nach Griechenland geschickt. In Athen hieß es dazu, in Nordgriechenland seien Schleuser aktiv, die immer wieder Migranten in kleineren Gruppen über die Grenze ins Nachbarland brächten.

Der griechische Migrationsminister Ioannis Mouzalas kritisierte derweil das UN-Kinderhilfswerk Unicef, dessen griechischer Ableger in den Flüchtlingslagern vor Ort gar nicht aktiv sei. Das wäre völlig unverständlich, schrieb Mouzalas nach Informationen des Fernsehsenders Skai an die Organisation, denn bis zu 40 Prozent der Flüchtlinge und Migranten in Griechenland seien Kinder, für die Unicef ja eigentlich da sei.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 00:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Noch sind die Rentenfinanzen solide - doch die Reserve schrumpft. Die Arbeitgeber stemmen sich vorsorglich gegen lauter werdende Forderungen aus der Politik gegen ein fallendes Rentenniveau.

17.05.2016

Entführt von radikalen Islamisten, Folter, wechselnde Gefängnisse - wie überlebt man das? Der Pakistaner Shahbaz Taseer ist im März freigekommen und hat nun zum ersten Mal ausführliche Interviews gegeben.

17.05.2016

Viele Mieter in Deutschland zahlen fast ein Jahr nach Einführung der Mietpreisbremse noch immer deutlich zu viel. In Berlin liegen die Mieten für betroffene Wohnungen im Schnitt etwa ein Drittel höher als eigentlich zulässig wäre.

17.05.2016
Anzeige