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FLÜCHTLINGE

Merkel in Heidenau: "Deutschland hilft, wo Hilfe geboten ist".

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ist am Mittwoch in der Flüchtlingsunterkunft im sächsischen Heidenau eingetroffen. Nach den rechten Ausschreitungen dort traf sie sich zusammen mit Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich und Bürgermeister Jürgen Opitz (beide CDU) mit Flüchtlingen und Helfern in der betroffenen Einrichtung. Es ist der erste Besuch der Kanzlerin in einem Asylbewerberheim.

Heidenau. Bei ihrem Besuch hat Merkel rechtsextreme Anfeindungen gegenüber Flüchtlingen nochmals verurteilt. "Es gibt keine Toleranz gegenüber denen, die die Würde anderer Menschen infrage stellen", sagte sie am Mittwoch nach einem Rundgang durch die Einrichtung.

Die Würde jedes Einzelnen zu achten gehöre zum Selbstverständnis Deutschlands. Vor der Unterkunft in der sächsischen Stadt hatte es am Wochenende massive Ausschreitungen Rechtsextremer gegeben. Merkel wiederholte bei ihrem Besuch, dies sei "abstoßend und beschämend".

Die Bundeskanzlerin sagte, bei der Bewältigung der steigenden Zahl von Flüchtlingen müssten Bund, Länder und Kommunen zusammenarbeiten. Die Herausforderung könne gemeistert werden, wenn der Wille bestehe und neue Wege beschritten werden. Sie kündigte an, dass dafür bei dem im September geplanten Treffen zwischen Bund und Ländern auch Gesetzesveränderungen beschlossen werden sollen.

"Wir müssen alle unsere Kraftanstrengung darauf lenken, deutlich zu machen: Es gibt keine Tolerenz gegenüber denen, die die Würde anderer Menschen infrage stellen", sagte Merkel außerdem

Begleitet von "Pfui"-Rufen und Pfiffen versicherte sie: "Es gibt keine Toleranz gegenüber denen, die nicht bereit sind, zu helfen, wo rechtlich und menschlich Hilfe geboten ist." Gemeinsam werde man "alle Anstrengungen unternehmen, deutlich zu machen: Deutschland hilft, wo Hilfe geboten ist".

Die Regierungschefin würdigte in Heidenau auch die Arbeit der haupt- und ehrenamtlichen Helfer. Sie sei stolz auf die Struktur der Hilfsorganisationen, sagte Merkel. An die Helfer und verantwortlichen Kommunalpolitiker gerichtet sagte sie: "Das ist beeindruckend, was Ihr hier auf die Beine stellt." Und: "Danke denen, die auch vor Ort Hass zu ertragen haben."


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