Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Deutschland/Welt Merkel besucht Flüchtlingslager in Türkei
Nachrichten Politik Deutschland/Welt Merkel besucht Flüchtlingslager in Türkei
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:54 23.04.2016
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), EU-Ratspräsident Donald Tusk und der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoglu kurz nach ihrer Ankunft auf dem Flughafen von Gaziantep. Quelle: Bundesregierung/Steffen Kugler
Anzeige
Berlin

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat unter schärfsten Sicherheitsvorkehrungen ein Flüchtlingscamp in der Südosttürkei besucht. Vor Ort will sie sich ein Bild von der Umsetzung des Flüchtlingspakts mit Ankara machen.

Merkel traf am frühen Abend (Ortszeit) mit dem türkischen Ministerpräsidenten Ahmet Davutoglu sowie EU-Ratspräsident Donald Tusk und EU-Vizekommissionspräsident Frans Timmermans an dem Lager in Nizip ein.

Drei Militärhubschrauber begleiteten den Konvoi der Kanzlerin vom Flughafen Gaziantep. Am Lager wurden Merkel und Davutoglu von Flüchtlingen in traditioneller Tracht mit Blumen in Empfang genommen.

Die EU will mit mehreren Milliarden Euro Ankara dabei unterstützen, die Menschen gut zu versorgen und die Kinder in die Schule zu schicken. Elend und Aussichtslosigkeit in Flüchtlingslagern gilt als eine der Ursachen dafür, dass sich die Menschen weiter auf die Flucht begeben.

Das Abkommen mit der Türkei sieht die Rückführung aller Flüchtlinge und Migranten vor, die illegal aus der Türkei auf griechische Inseln übersetzen. Für jeden Syrer, der von den griechischen Inseln in die Türkei zurückgebracht wird, soll im Gegenzug einer legal und auf direktem Wege in die EU kommen können.

Kritiker fordern, dass Merkel ihren Gastgeber auch mit unbequemen Fragen nach der Lage der Menschenrechte sowie der Meinungs- und Pressefreiheit konfrontieren soll.

In einer Antwort auf eine kleine Anfrage der Linken beklagte die Bundesregierung eine weitere Verschlechterung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Türkei, wie die "Rheinische Post" berichtete. "Insgesamt befinden sich in der Türkei nach Kenntnis der Bundesregierung momentan 29 Journalisten in Haft oder Untersuchungshaft", schreibt das Auswärtige Amt.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 00:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Durch Schläge in Haft ist die chinesische Anwältin Ni Yulan gelähmt. US-Außenminister Kerry verleiht ihr einen Preis als "mutige Frau". Westliche Diplomaten werden an einem Besuch gehindert.

23.04.2016

Die AfD vertritt viele Positionen, die Moskau gut gefallen. Schritt für Schritt baut die Partei ihre Beziehungen zu Russland aus. Auch Reisen zu russischen Veranstaltungen auf der Krim sind da kein Tabu. Die Ukraine protestiert.

23.04.2016

Arbeiten bis 70? Finanzminister Schäuble ist dafür, Arbeitsministerin Nahles gibt Kontra. Sie setzt auf ein anderes Modell: Jeder soll so lange arbeiten, wie er kann und will.

23.04.2016
Anzeige