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Deutschland/Welt Merkel: Friedensnobelpreis für EU ist Ansporn zur Weiterentwicklung
Nachrichten Politik Deutschland/Welt Merkel: Friedensnobelpreis für EU ist Ansporn zur Weiterentwicklung
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12:35 13.10.2012
Bundeskanzlerin Merkel sieht den Friedensnobelpreis für die EU als Ansporn, die Gemeinschaft weiterzuentwickeln. Quelle: Wolfgang Kumm
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Berlin

Das sagte die CDU-Politikerin am Samstag in ihrem wöchentlichen Internet-Podcast. Der Preis erinnere an die Gründerväter der EU, "die nach dem Zweiten Weltkrieg davon beseelt waren, dass nie wieder Krieg zwischen den Völkern in Europa sein darf".

Für ihre Verdienste um Versöhnung und Integration in Europa erhält die EU in diesem Jahr den Friedensnobelpreis. Das Komitee begründete die Entscheidung am Freitag damit, dass die EU über sechs Jahrzehnte entscheidend zur friedlichen Entwicklung in Europa beigetragen habe.

"Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass wir die Europäische Union brauchen und dass der Euro weit mehr ist als eine Währung - er ist ein Bekenntnis, zusammenzuhalten", sagte Merkel weiter. Doch ein gemeinsamer Staat nach dem Vorbild der USA würde die EU ihre Meinung nach überfordern. "Wir sind ja doch Länder mit einer sehr eigenen nationalen Geschichte. Jedes hat seine Sprache, seine Kultur."

Für Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) ist der Nobelpreis ein Anlass, die EU auch losgelöst von der Finanzkrise zu betrachten. Er ermögliche den Blick über den "Tellerrand von Programmen und Defiziten" und die Zeit, sich "von den täglichen Debatten um Zinsen und Ratings, um Troikas und Spreads zu lösen", schrieb Schäuble im "Focus". Die Auszeichnung sei eine Gelegenheit, sich auf das zu konzentrieren, was wichtig ist: "unser großes gemeinsames Projekt eines geeinten Europas, einer wahren Europäischen Union".

dpa

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