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Bombenangriff

Menschenkette gegen Neonazis in Dresden

Dresden erinnert am Sonnabend an seine Zerstörung im Zweiten Weltkrieg vor 65 Jahren. Aus Protest gegen eine Vereinnahmung des Gedenkens durch Rechtsextreme wollen Tausende Bürger eine Menschenkette bilden.

Am Abend finden traditionell Gottesdienste und Konzerte der Dresdner Orchester statt. Bei der Bombardierung Dresdens am 13./14. Februar 1945 waren bis zu 25 000 Menschen ums Leben gekommen.

Die Stadt Dresden möchte das Gedenken mit einem klaren Zeichen gegen Rechtsextremismus verbinden. In die Menschenkette reihen sich auch zahlreiche Politiker ein, darunter Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU). „Wir können die Dresdner Bombennacht nicht trennen von Terror und Gewalt, die nach 1933 von deutschem Boden ausgegangen sind. Der 13. Februar ist deshalb auch immer ein Tag der Mahnung, den Anfängen von Diskriminierung und Hass zu wehren“, schrieb Tillich in einem Aufruf an die Bürger.

Die Behörden rechnen mit bis zu 8000 Neonazis aus ganz Deutschland und dem Ausland. Initiativen und Vertreter von Parteien haben angekündigt, den Aufmarsch der Neonazis mit friedlichen Blockaden stoppen zu wollen. Ein Großaufgebot der Polizei aus mehreren Bundesländern soll ein Aufeinandertreffen mit Gegendemonstranten verhindern. Die Polizei stellt sich auf mehr als 2500 gewaltbereite Demonstranten ein.

Dresden war bei Luftangriffen britischer und amerikanischer Bomber schwer zerstört worden, bis zu 25 000 Menschen verloren ihr Leben. Viele Jahre wurde in der Elbestadt an die Tragödie würdevoll erinnert - mit Gottesdiensten, Konzerten und stillen Gebeten. In den Vorjahren hatten immer mehr Rechtsextreme den Tag für ihre Zwecke vereinnahmt. Bei Einwohnern stößt das zunehmend auf Unmut. Insgesamt sind knapp 30 Kundgebungen im Stadtgebiet angemeldet.

dpa


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