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Teilnehmer einer rechtspopulistischen Anti-Flüchtlings-Kundgebung ziehen durch eine Straße in Berlin.

Teilnehmer einer rechtspopulistischen Anti-Flüchtlings-Kundgebung ziehen durch eine Straße in Berlin. © Klaus-Dietmar Gabbert

Demonstrationen

Mehr als tausend Demonstranten protestieren gegen Rechts

Ein Aufmarsch gegen die Flüchtlingspolitik hat in Berlin Hunderte Menschen zum Gegenprotest mobilisiert. Allerdings kamen wesentlich mehr Rechte als vermutet.

Berlin. Mehr als tausend Menschen haben in Berlin gegen eine Kundgebung von rechten Populisten und Extremisten protestiert. Am Rande kam es zu Zusammenstößen mit der Polizei, als etwa 200 Menschen versuchten, die geplante Route der Rechten zu blockieren.

Nach der Anmeldung einer Spontandemonstration wurde aber eine Route genehmigt.

Zu der rechten Kundgebung gegen die Flüchtlingspolitik hatten sich nach Polizeiangaben knapp 3000 Menschen eingefunden - erwartet hatten die Behörden maximal ein Zehntel. Unter ihnen waren Neonazis, Hooligans, sogenannte Reichsbürger und auch Rocker. Teilnehmer schwenkten Fahnen aus Brandenburg und Sachsen sowie solche in den russischen Nationalfarben Weiß-Blau-Rot.

Aufgerufen zum Gegenprotest hatten unter anderem Parteien, Gewerkschaften, Kirchen, linke Gruppen und der Türkische Bund. Auf Transparenten hieß es "Asyl ist ein Grundrecht. Rassismus nicht".

Die Polizei hielt mit einem Großaufgebot beide Gruppen auf Abstand. Nach offiziellen Angaben waren 1300 Beamte im Einsatz, allerdings einschließlich der Kräfte für eine zeitgleiche Kurden-Demonstration.

Der evangelische Bischof Markus Dröge sagte laut einer vorab verbreiteten Pressemitteilung bei der Kundgebung, er wolle keine Empfehlung für die Wahlen in Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt und Baden-Württemberg sowie bald auch Berlin abgeben. Aber: "Schenken Sie Ihr Vertrauen denen, die sich für die Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts einsetzen, für den Schutz aller Menschen vor Gewalt, Menschenfeindlichkeit und Fremdenhass."

dpa


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