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Der Oberbürgermeister der Stadt Duisburg, Sören Link (SPD), steht wegen einer Äußerung stark in der Kritik. Er hatte erklärt, gerne mehr Syrer aufzunehmen, wenn er dafür ein «paar Osteuropäer abgeben könnte».

Der Oberbürgermeister der Stadt Duisburg, Sören Link (SPD), steht wegen einer Äußerung stark in der Kritik. Er hatte erklärt, gerne mehr Syrer aufzunehmen, wenn er dafür ein «paar Osteuropäer abgeben könnte». © Jörg Carstensen

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Mehr Syrer statt Osteuropäer? - Scharfe Kritik an Duisburger OB Link

Duisburg/Düsseldorf (dpa) - Eine Äußerung des Duisburger Oberbürgermeisters Sören Link auf einer SPD-Flüchtlingskonferenz sorgt für anhaltende Kritik. Der SPD-Politiker hatte gesagt: "Ich hätte gerne das Doppelte an Syrern, wenn ich dafür ein paar Osteuropäer abgeben könnte.

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Die "Westdeutsche Allgemeine Zeitung" (WAZ) hatte am Mittwoch darüber berichtet. Link entschuldigte sich wenig später. Er habe nicht die richtigen Worte gefunden. "Ich wollte durch meine Aussage niemanden persönlich treffen", sagte er in einer der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Stellungnahme. Der Flüchtlingsrat sowie Stimmen aus der Politik und in den sozialen Netzwerken zeigten sich empört.

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) müsse sich klar von Link distanzieren, forderte Serap Güler, integrationspolitische Sprecherin der CDU-Landtagfraktion. Seine Äußerung sei "menschenverachtend und inakzeptabel". Kritik kam auch von Grünen und Piraten.

Link wollte nach eigener Darstellung auf eine zusätzliche Belastung für die Ruhrgebietsstadt aufmerksam machen: "Anders als in anderen Städten leben hier mittlerweile 12 500 Bulgaren und Rumänen, die im Rahmen der EU-Freizügigkeit kommen. Die meisten von ihnen haben keine Arbeit."

Der Bund müsse wissen, dass Duisburg durch diese EU-Zuwanderer nun "ganz andere Bedarfe bei Lehrerstellen, Räumen oder Sachmitteln habe, wenn aktuell diskutiert wird, wie Asyl als nationale Aufgabe begriffen und finanziert werden soll." Link betonte aber: "Es steht außer Frage, dass wir alle Asylbewerber in Duisburg willkommen heißen wollen, egal woher sie kommen." Beim Kurznachrichtendienst Twitter wurde dem OB unter anderem vorgeworfen, er "hetze" gegen Roma.

dpa


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