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Deutschland/Welt Mehr Studienanfänger als je zuvor
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15:20 25.11.2009
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In diesem Jahr nahmen rund 423.000 junge Menschen ein Studium an Hochschulen in Deutschland auf, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. Die Studienanfängerquote, also der Anteil der Studienanfänger an einem Jahrgang, erhöhte sich auf 43 Prozent.

Die von Bund und Ländern angestrebte Quote von mindestens 40 Prozent wurde damit deutlich übertroffen. Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) sprach von einer „sehr erfreulichen Entwicklung“. Die Zahlen zeigten, dass die Abiturienten in Deutschland ein Studium als attraktiv bewerteten und die Maßnahmen des Hochschulpaktes wirkten. Deutschland sei im Blick auf den künftigen Fachkräftebedarf „einen guten Schritt“ vorangekommen.

Im Vergleich zum Jahr 2008 stieg die Zahl der Erstsemester in diesem Jahr um knapp sieben Prozent. An den Universitäten immatrikulierten sich fünf Prozent mehr Studienanfänger, an den Fachhochschulen erhöhte sich ihre Anzahl sogar um neun Prozent. Unter allen Studienanfängern waren gut 210.000 Frauen, was einem Anteil von 50 Prozent entspricht.

Die Präsidentin der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), Margret Wintermantel, wertete den Anstieg als eine „Verpflichtung“ für die Hochschulen, „den jungen Leuten die Bedingungen zu schaffen, die sie für ein erfolgreiches Studium brauchen.“ Eine Voraussetzung dafür sei, die bekannte Finanzierungslücke an den Hochschulen „endlich“ zu schließen.

Der Generalsekretär des Deutschen Studentenwerkes (DSW), Achim Meyer auf der Heyde, warnte, mit zusätzlichen Studienplätzen allein sei es nicht getan. Die Studierenden bräuchten auch eine gute soziale Infrastruktur, preisgünstigen Wohnraum und eine solide Studienfinanzierung. Er forderte deshalb mehr Unterstützung von den Ländern, damit die Studentenwerke ihre Kapazitäten ausbauen könnten.

Der hochschulpolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Kai Gehring, erklärte, Schavans Selbstlob könne nicht verdecken, dass die Zahl junger Menschen mit Hochschulreife in den vergangenen Jahren deutlich stärker gestiegen sei als die Zahl der Studienanfänger. Trotz vordergründig erfreulicher Erstsemesterzahlen sei immer weniger Studienberechtigten der Sprung an die Hochschule gelungen. Schuld daran seien der „eklatante Studienplatzmangel“ und steigende Zugangshürden wie Studiengebühren.

Deutlich mehr junge Menschen nahmen in diesem Jahr ein technisch orientiertes Studium auf. Rund 45.600 Studierende begannen ein Studium in Maschinenbau/Verfahrenstechnik (plus sechs Prozent). 35. 900 Menschen schrieben sich erstmalig in Informatik ein (plus vier Prozent), 19.000 in Elektrotechnik (plus drei Prozent) und 12.400 im Bauingenieurwesen (plus 15 Prozent).

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