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Die malische Armee lieferte sich in Timbuktu neue Kämpfe mit Rebellen. Foto: str/Archiv

Die malische Armee lieferte sich in Timbuktu neue Kämpfe mit Rebellen. Foto: str/Archiv

Konflikte

Mali: Islamistische Rebellen greifen Timbuktu an

Die islamistischen Rebellen in Nord-Mali geben nicht auf: Am Wochenende griffen die Dschihadisten erneut die historische Wüstenstadt Timbuktu an, die Ende Januar aus der Hand der radikalen Islamisten befreit worden war.

Addis Abeba/Bamako. Die malische Armee versuchte mit Unterstützung französischer Truppen, die Angreifer zurückzudrängen. Den ganzen Sonntag über waren aber nach Augenzeugenberichten Schüsse zu hören. Am Abend herrschte lokalen Medien zufolge zunächst wieder Ruhe. Jedoch verschanzten sich die Bewohner der Stadt aus Angst in ihren Häusern.

Bei den Kämpfen seien ein malischer Soldat und ein Zivilist aus Nigeria getötet worden, berichtete der französische Sender RFI am Montag. Die Islamisten hatten den Nigerianer offenbar gefangen und als Schutzschild benutzt. Auch zahlreiche Dschihadisten kamen ums Leben. Mehrere von ihnen sollen sich bei Selbstmordattentaten in die Luft gesprengt haben.

Die Attacke begann nach Armeeangaben mit der Explosion eines offensichtlich mit Sprengstoff gefüllten Wagens an einem Militärposten. Nach dem gleichen Muster hatten die Rebellen schon vor zehn Tagen einen Angriff auf den Flughafen von Timbuktu gestartet.

Vor einer Woche waren Rebellen in die nordmalische Stadt Gao eingedrungen. Bei heftigen Kämpfen mit den Streitkräften wurden sieben Menschen getötet, darunter vier Islamisten und ein Soldat. Rund 20 Dschihadisten waren festgenommen worden.

 

 

Einheiten aus Frankreich kämpfen seit dem 11. Januar an der Seite afrikanischer Soldaten gegen islamistische Aufständische in Mali. Seit Beginn der Militäroffensive sind nach jüngsten Armeeangaben rund 600 Islamisten und 63 malische Soldaten getötet worden. Die Präsenz französischer Truppen in Mali soll bis Juli von 4000 auf 2000 Soldaten verringert werden. Gleichzeitig bildet die EU die schlecht ausgerüsteten malischen Streitkräfte aus.

Timbuktu war Ende Januar aus der Hand der Rebellen befreit worden. Diese hatten nach einem Staatsstreich in Bamako 2012 und einem folgenden Machtvakuum im Norden monatelang die Macht im Norden des Krisenlandes übernommen und eine strenge Auslegung der Scharia eingeführt. Seit ihrer Vertreibung versuchen die Rebellen immer wieder, die strategisch wichtigen Orte in der Region zu infiltrieren.

dpa


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