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Obwohl einige Menschen die belagerten Stadtteile verlassen haben sollen, sind nach UN-Schätzungen noch Tausende eingekesselt.

Obwohl einige Menschen die belagerten Stadtteile verlassen haben sollen, sind nach UN-Schätzungen noch Tausende eingekesselt. © Sana

Konflikte

Luftangriff trifft Flüchtlingslager nahe Aleppo

Seit mehr als zwei Wochen sind bis zu 300 000 Menschen im Osten Aleppos schon eingeschlossen. Jeden Tag werden die Viertel von Luftangriffen heimgesucht. Mittlerweile weiten sich die Kämpfe auch im Umland aus - und treffen vor allem die Zivilbevölkerung.

Damaskus. Bei einem Luftangriff in der Nähe der umkämpften nordsyrischen Metropole Aleppo ist nach Angaben von Beobachtern ein Flüchtlingslager getroffen worden. Mindestens zwei Kinder seien dabei getötet worden, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit.

Ein nicht verifizierbares Video im Internet zeigte die ausgebrannten Gestänge mindestens eines Zeltes. Nach Angaben von Aktivisten lebten 115 Familien in dem Lager im Umland von Aleppo.

Insgesamt habe es erneut mehr als 40 Luftangriffe in Aleppo und der Umgebung gegeben, berichteten die Menschenrechtsbeobachter. Mindestens 16 Zivilisten seien bei Angriffen auf die eingekesselten Viertel im Osten der belagerten Stadt getötet worden.

Zugleich gingen die heftigen Kämpfe zwischen den Regierungstruppen von Syriens Staatschef Baschar al-Assad und Aufständischen an den Rändern Aleppos weiter. Rebellen unter Führung islamistischer Gruppen versuchen seit dem Wochenende, die Belagerung Aleppos zu durchbrechen und blockierte Versorgungsrouten wieder freizukämpfen.

Russland, das an der Seite Assads kämpft, warf syrischen Aufständischen jetzt vor, bei einem Angriff auf ein von den Regierungstruppen kontrolliertes Viertel im Osten von Aleppo Giftstoffe eingesetzt zu haben. Bei der Attacke am Dienstag seien sieben Menschen getötet und 23 verletzt worden, sagte Sergej Tschwarkow vom Verteidigungsministerium in Moskau. Er machte die Gruppe Nur al-Din al-Senki dafür verantwortlich. Russland habe die USA informiert, sagte Tschwarkow. Die Miliz hatte in der Vergangenheit auch von den USA Unterstützung erhalten. Mitglieder der Gruppe sollen im vergangenen Monat bereits einen 12-jährigen Jungen enthauptet haben.

Aleppo ist seit Mitte 2012 heftig umkämpft. Das Assad-Regime und seine Verbündeten hatten vor mehr als zwei Wochen die letzte Versorgungsroute in den Ostteil der nordsyrischen Metropole gekappt. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen sind bis zu 300 000 Menschen eingekesselt.

dpa


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