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Erstmals durften Frauen in Saudi-Arabien wählen und gewählt werden. Die Zahl der siegreichen Kandidatinnen ist zwar klein - bei der Wahlbeteiligung lagen die Frauen aber deutlich vor den Männern. Von der Gleichberechtigunfg ist das Land jedoch noch weit entfernt.

Erstmals durften Frauen in Saudi-Arabien wählen und gewählt werden. Die Zahl der siegreichen Kandidatinnen ist zwar klein - bei der Wahlbeteiligung lagen die Frauen aber deutlich vor den Männern. Von der Gleichberechtigunfg ist das Land jedoch noch weit entfernt. © Ahmed Yosri

Wahlen

Lob für saudisches Frauenwahlrecht

Erstmals durften Frauen in Saudi-Arabien wählen und gewählt werden. Die Zahl der siegreichen Kandidatinnen ist zwar klein - bei der Wahlbeteiligung lagen die Frauen aber deutlich vor den Männern.

Berlin/Riad (dpa) - Deutschland und die USA haben die erstmalige Teilnahme von Frauen an den Kommunalwahlen in Saudi-Arabien begrüßt. Dass Frauen wählen und gewählt werden durften, sei ein "wichtiger Schritt", erklärte eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes.

"Es gibt in Saudi-Arabien viele beeindruckende Frauen, die in Wirtschaft und Verwaltung, in den Medien und in der Wissenschaft ihren eigenen Weg gehen."

Der Sprecher des US-Außenministeriums, John Kirby, sprach von einem "historischen Meilenstein". Die Beteiligung von Frauen an Wahlen und am Regieren sei für Wohlstand, Stabilität und den inneren Frieden von allen Ländern unerlässlich.

Bei der Abstimmung am Samstag hatten erstmals in der Geschichte des Landes Frauen kandidieren und wählen dürfen. Nach neuesten Angaben der Wahlbehörden gewannen 19 Frauen Sitze in Gemeinderäten. Im Vergleich dazu holten sich fast 2100 Männer Mandate in den 284 Lokalparlamenten. Die meisten weiblichen Abgeordneten wird es demnach in der Hauptstadt Riad geben, wo drei Kandidatinnen erfolgreich waren.

Laut der obersten Wahlkommission lag die Wahlbeteiligung unter Frauen bei 82 Prozent und unter Männern bei 44 Prozent. Den Angaben zufolge gaben rund 100 000 Frauen und etwa 600 000 Männer ihre Stimmen ab.

Menschenrechtler und Aktivistinnen hatten vor der Wahl kritisiert, die Bürokratie habe es Frauen schwer gemacht, sich als Wählerinnen registrieren und als Kandidatinnen aufstellen zu lassen.

Generell sind die Rechte von Frauen in dem islamisch-konservativen Königreich weiterhin stark eingeschränkt. Sie dürfen weder Auto fahren noch ohne männliche Erlaubnis reisen oder heiraten. In der Öffentlichkeit sind die meisten Frauen verschleiert.

dpa


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