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Ein Zug mit Kühlwaggons bringt am 22. Juli die ersten MH17-Opfer nach Charkow.

Ein Zug mit Kühlwaggons bringt am 22. Juli die ersten MH17-Opfer nach Charkow. © Sergei Kozlov/Archiv

Konflikte

Leichenteile von MH17-Opfern in Charkow angekommen

Die Überreste von weiteren Opfern des Absturzes der malaysischen Passagiermaschine sind in der ostukrainischen Stadt Charkow angekommen. Eine Autokolonne mit Kühlabteilen brachte die Leichenteile am Sonntag von der Absturzstelle im Konfliktgebiet in eine Fabrikanlage, wie Medien am Sonntag berichteten.

Charkow. n. Dort würden ukrainische Beamte und Experten aus den Niederlanden die Opfer für den Transport in ihre Heimat vorbereiten. Bei dem mutmaßlichen Abschuss der Boeing 777-200 mit der Flugnummer MH17 waren am 17. Juli alle 298 Insassen ums Leben gekommen, die meisten Niederländer.

Wann die Opfer per Flugzeug in die Niederlande übergeführt werden, war zunächst unklar. Die Bergungsarbeiten am Ort der Tragödie in Grabowo nahe der Stadt Donezk dauerten an. Etwa 80 internationale Experten waren dort mit Leichenspürhunden unterwegs, um die letzten Überreste zu finden.

Der Großeinsatz hatte am Samstag begonnen, wie die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) mitteilte. Zuvor war der Zugang wegen der Gefechte zwischen Regierungstruppen und prorussischen Separatisten kaum möglich gewesen.

Die Arbeit sei "gut organisiert" gewesen, teilte die OSZE mit. "Die vereinbarte Feuerpause schien zu halten." Die Teams aus niederländischen und australischen Experten hätten ihr Einsatzlager in Soledar rund 100 Kilometer nordöstlich von der umkämpften Stadt Donezk aufgeschlagen. Nach Darstellung der OSZE lehnten die Separatisten allerdings Pläne der Australier ab, eine unbemannte Drohne einzusetzen, um aus der Luft die Lage am Absturzort besser zu überblicken. An diesem Montag werden nach ukrainischen Angaben noch mehr Experten am Ort der Tragödie erwartet.

In den Konfliktgebieten Lugansk und Donezk dauerten die Kämpfe zwischen Regierungstruppen und prorussischen Separatisten an. In Lugansk seien erneut Bürger zwischen die Fronten geraten. Drei Zivilisten seien ums Leben gekommen und acht weitere verletzt worden, teilte die Stadtverwaltung am Sonntag mit. Aus Donezk gab es Berichte über nächtliches Feuer. Auch eine Schule sei zerstört worden.

Medien in Donezk berichteten, dass die ukrainischen Regierungstruppen immer weiter vorrückten. Die prowestliche Regierung in Kiew hatte das Militär zuletzt durch eine Masseneinberufung und mehr Waffentechnik deutlich gestärkt. Moskauer Medien berichteten, dass sich in der Kampfzone an der Grenze zu Russland erneut eine Gruppe von zwölf Soldaten ergeben und um Schutz im Gebiet Rostow gebeten habe. Eine Bestätigung von ukrainischer Seite gab es dafür zunächst nicht.

Der für den Grenzschutz zuständige Inlandsgeheimdienst FSB teilte mit, dass von ukrainischer Seite aus erneut russisches Staatsgebiet beschossen worden sei. Russland hatte zuletzt wiederholt mit Konsequenzen gedroht, sollten die Angriffe nicht aufhören.

dpa


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