Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Deutschland/Welt Lebenserwartung der Menschen im Osten stärker gestiegen
Nachrichten Politik Deutschland/Welt Lebenserwartung der Menschen im Osten stärker gestiegen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:52 09.03.2015
Der neue Datenatlas soll die Auswirkungen von Abwanderung aus ländlichen Gegenden auf die Bevölkerung analysieren. Quelle: Stefan Sauer/Archiv
Berlin

Allerdings fehlen darin aktuelle Zahlen.

Die Lebenserwartung der Menschen in Ostdeutschland ist im vergangenen Jahrzehnt stärker gestiegen als im Westen. Bei den Männern erhöhte sie sich von 1995 bis 2012 um durchschnittlich 6,1 Jahre, im Westen hingegen nur um 4,6, wie aus einem Online-Atlas des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) hervorgeht, der in Berlin vorgestellt wurde. Bei den Frauen waren es im Osten 4,4 Jahre mehr, in Westdeutschland 2,9.

Die Lebenserwartung neugeborener Mädchen war 2012 demnach mit 82,6 Jahren fast genauso hoch wie im Westen mit 82,8. Bei den Jungen lag sie im Westen bei 78,2 Jahren, im Osten bei 76,9.

Nach BBSR-Angaben fließen mehr als 600 statistische Angaben in den neuen Online-Atlas ein - im Internet sollen damit regionalstatistische Informationen zu Themen wie Bildung, Soziales, Demografie, Wirtschaft, Wohnen und Umwelt miteinander vergleichbar sein.

"Deutschland ist ein Land voller regionaler Unterschiede", sagte BBSR-Direktor Harald Herrmann. "Die Kluft zwischen wachstumsstarken Regionen und strukturschwachen dünn besiedelten Räumen ist deutlich sichtbar."

Mit dem Atlas sind Auswertungen nach Alter und Geschlecht sowie Vergleiche zwischen Stadt und Land möglich. Die meisten Statistiken reichen zwar bis ins Jahr 1995 zurück, enden dann aber 2013. Das ist nach Angaben des BBSR dem Umstand geschuldet, dass das Institut die Daten von den Statistikämtern bekommt und die Zulieferung unterschiedlich erfolgte.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 00:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Das Klima in der großen Koalition sei angespannt, sagt CSU-Chef Horst Seehofer. Beim Streit über die Erbschaftsteuer bringt sich die CSU gegen Schäuble in Stellung.

09.03.2015

Die SPD hält nicht viel von Vorschlägen, Bundeswehr-Bewerber einem "Islamisten-Check" durch den Militärischen Abschirmdienst (MAD) zu unterziehen. Dies sei eher Aufgabe des Verfassungsschutzes, sagte der verteidigungspolitische Sprecher der SPD, Rainer Arnold.

09.03.2015

Nach SPD-Chef Sigmar Gabriel rückt auch die dem linken Parteiflügel zugerechnete Sozialministerin Andrea Nahles von der Vermögensteuer ab. Sie sprach sich in Berlin dafür aus, Alternativen zu prüfen, um mehr soziale Gerechtigkeit finanzieren zu können.

09.03.2015