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Deutschland/Welt Landesweite Streiks in Griechenland - Alle Flüge gestrichen
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10:48 05.05.2010
Nichts geht mehr: Das Leben auf Griechenlands Flughäfen steht still. Quelle: ap
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Athen. Die Aktionen, an denen sich nach Angaben verschiedener Gewerkschaften bis zu drei Millionen Griechen beteiligen könnten, drohen weite Teile des öffentlichen Lebens lahmzulegen.

Bereits um Mitternacht Ortszeit waren die Fluglotsen in den Ausstand getreten. Der griechische Luftraum wird bis Mitternacht geschlossen bleiben. Am Morgen schlossen sich die Bus- und U- Bahnfahrer dem Streik an. Busse und Bahnen werden stundenlang in den Garagen bleiben. Aus dem Hafen von Piräus liefen keine Fähren mehr aus. Die Taxifahrer wollten zwischen 10.00 und 16.00 Uhr Ortszeit streiken. Die Staatsbediensteten streiken bereits seit Dienstag für 48 Stunden. Ärzte behandeln nur Notfälle. Nachrichten im Radio und Fernsehen gibt es nicht, weil die Journalisten sich für 24 Stunden am Streik beteiligen.

Am Nachmittag werden zehntausende Demonstranten im Athener Stadtzentrum erwartet. Ihre Forderungen: „Den Preis für die Krise sollen nicht die kleinen Leute sondern diejenigen bezahlen, die das Geld geklaut haben.“ Das Programm der Regierung zur Abwendung eines Staatsbankrotts sieht unter anderem einen Einstellungsstopp im öffentlichen Dienst und Gehaltskürzungen für Beamte sowie erhebliche Einsparungen im Sozialbereich vor.

Viele befürchten, dass weitere Kürzungen bevorstehen. In dem Abkommen zwischen der Europäischen Union (EU) und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) mit Griechenland ist nach Angaben griechischer Zeitungen die Rede von weiteren Einsparungen im Jahre 2013 und 2014 in Höhe von knapp elf Milliarden Euro. Woher aber dieses Geld kommen soll, sei im Abkommen nicht genau definiert. „Der Teufel steckt im Detail“, sagen Gewerkschafter immer wieder. Sie vermuten, dass das neue Lasten für die Arbeitnehmer bedeute und dass die Regierung nicht „die ganze Wahrheit“ sagt.

Angesichts der Aktion der Fluglotsen hat Deutschlands führender Pauschalreiseveranstalter TUI einen Ersatzflugplan aufgestellt. Die rund 2500 TUI-Urlauber seien bereits informiert, teilte das Unternehmen in Hannover mit. dpa

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