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Kritik

Kujat sieht Defizite bei Bundeswehr-Ausrüstung in Afghanistan

Der ehemalige Generalinspekteur der Bundeswehr, Harald Kujat, wirft Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) vor, die deutschen Soldaten in Afghanistan nicht mit dem erforderlichen Material auszustatten, um den Eindruck von Krieg zu vermeiden.
Rückblick
Der ehemalige Generalinspekteur der Bundeswehr, Harald Kujat, wirft Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) vor, die deutschen Soldaten in Afghanistan nicht mit dem erforderlichen Material auszustatten,

Der ehemalige Generalinspekteur der Bundeswehr, Harald Kujat, wirft Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) vor, die deutschen Soldaten in Afghanistan nicht mit dem erforderlichen Material auszustatten.

© Johannes Simon/ddp

„Wenn man die Absicht hätte, unseren Soldaten bestimmte Waffensysteme vorzuenthalten, die nach Krieg aussehen, weil man nicht möchte, dass es nach Krieg aussieht, dann würde ich das schon für ziemlich fatal halten“, sagte Kujat der in Halle erscheinenden „Mitteldeutschen Zeitung“.

Bestimmte Systeme wie Drohnen zur Aufklärung würden jedenfalls nicht oder nicht rechtzeitig beschafft. Andere System wie Tornados mit Bordwaffen oder die Panzerhaubitze 2000 seien verfügbar, würden aber nicht eingesetzt. „Es gibt Defizite bei der Beschaffung“, klagte Kujat. „Und das, was eingesetzt werden könnte, wird nicht hingebracht - offenkundig, weil man sagt: Das sieht nach Krieg aus. Da ist was faul im Staate Dänemark.“

Der frühere Vorsitzende des NATO-Militärausschusses betonte, „aus Sicht der Soldaten“ sei das, was in Afghanistan stattfinde, „mit Sicherheit Krieg“. Die „Beschwichtigungssemantik“ Jungs könne er „nicht mehr hören“.

ddp


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