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Deutschland/Welt Kopfgeld auf Reporter in Syrien
Nachrichten Politik Deutschland/Welt Kopfgeld auf Reporter in Syrien
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19:00 31.03.2013
Der TV-Journalist und ARD-Auslandskorrespondent Jörg Armbruster ist im nordsyrischen Aleppo angeschossen worden. Quelle: Thomas Schulze/Archiv
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Istanbul/Damaskus

Nachdem Heckenschützen auf Reporter keine Rücksicht nehmen, hat jetzt ein Sympathisant von Präsident Baschar al-Assad ein Kopfgeld auf arabische Journalisten ausgelobt.

 Ein in Kuwait lebender Geschäftsmann kündigte im syrischen Staatsfernsehen an, dass jeder, der in Syrien einen Reporter der Sender Al-Dschasira oder Al-Arabija festnehme, eine Belohnung von umgerechnet etwa 100 000 Euro erhalte. Der Unternehmer warf den Korrespondenten "Hetze" und damit eine Mitverantwortung an dem Blutvergießen vor.

 ARD-Fernsehkorrespondent Armbruster sollte nach SWR-Angaben gemeinsam mit dem Hörfunkreporter Martin Durm voraussichtlich am Montag nach Deutschland ausgeflogen werden. Die beiden Journalisten hatten sich demnach seit Anfang der Woche im Gebiet der Freien Syrischen Armee aufgehalten, um eine Reportage über die Rebellen zu drehen. Armbruster war dabei angeschossen und am Samstag nach einer Notoperation mit einem Krankenwagen an die türkische Grenze gebracht worden.

 Die Kämpfe zwischen Soldaten und Aufständischen gingen am Sonntag landesweit weiter. Nach Angaben von Aktivisten kamen bis zum Nachmittag mindestens 52 Menschen ums Leben, die meisten von ihnen im Großraum Damaskus und in der Rebellenhochburg Homs. Am Samstag hatte es laut syrischer Menschenrechtsbeobachtungsstelle in London mehr als 150 Tote gegeben.

 Nach Erkenntnissen des deutschen Auslandsgeheimdienstes BND geraten die Regimegegner zunehmend unter Einfluss des Terrornetzwerks Al-Kaida. "In Syrien gibt es Terrorstrukturen, die zum Netzwerk Al Kaida gehören und die starken Zulauf haben. Es geht inzwischen um mehrere tausend Kämpfer der Jebhat al-Nusra. Im bewaffneten Widerstand gegen Assad spielt diese Organisation eine immer größere Rolle", sagte BND-Präsident Gerhard Schindler der "Bild am Sonntag".

dpa

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