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Senator Roger Wicker war Adressat des Briefumschlags mit dem hochgefährlichen Gift Ricin. Foto: Michael Reynolds/Archiv

Senator Roger Wicker war Adressat des Briefumschlags mit dem hochgefährlichen Gift Ricin. Foto: Michael Reynolds/Archiv

Kriminalität

Kongress-Poststelle fängt Giftbrief an US-Senator ab

In der Poststelle des US-Kongresses ist nach Medienberichten ein Brief mit Spuren des hochgefährlichen Giftes Ricin abgefangen worden. Die Sendung sei an den republikanischen Senator Roger Wicker aus Mississippi adressiert gewesen, berichtete das Magazin "Politico" auf seiner Website.

Washington. Der Brief habe den Absender einer Person gehabt, die regelmäßig an Gesetzgeber in Washington schreibe. Das Büro Wickers wurde am Dienstag zeitweilig geschlossen. Der Brief habe den Senator nicht erreicht. Die Poststelle befindet sich außerhalb Washingtons in einem Vorort. Es wurden keine Hinweise bekannt, wonach es Verbindungen des Vorfalls mit dem Terroranschlag in Boston gebe.

Wicker habe Personenschutz erhalten, berichte der TV-Sender CNN am Mittwoch. "Erste Tests weisen darauf hin, dass es sich bei der gefunden Substanz um Ricin handelte", erklärte die Polizei. Weitere Untersuchungen stünden an.

Ricin (oder: Rizin) ist ein hochgiftiger Eiweißstoff, der aus den Samen des Wunderbaums gewonnen wird. Geringste Mengen reichen aus, um einen Menschen zu töten. Laut der US-Gesundheitsbehörde CDC "bedarf es einer vorsätzlichen Handlung, um Ricin herzustellen und es zur Vergiftung von Menschen zu verwenden".

Bereits 2004 wurde Ricin in Briefen an Parlamentarier gefunden. Nach den Terroranschlägen 2001 gab es Briefe mit dem Gift Anthrax an US-Politiker. Dieser Giftstoff kann tödlichen Milzbrand auslösen.  

dpa


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