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Deutschland/Welt Warum das Feuer von Notre-Dame auch Hoffnung macht
Nachrichten Politik Deutschland/Welt Warum das Feuer von Notre-Dame auch Hoffnung macht
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12:06 16.04.2019
Notre-Dame im Widerschein der Flammen. Quelle: Julien Mattia/Le Pictorium Agenc
Berlin

Als die Flammen aus Notre-Dame am Montagabend wie ein Fanal in den Himmel stiegen, da herrschte allgemeines Entsetzen. Im Angesicht der lodernden Kathedrale weinten Menschen. Manche beteten auch. In aller Welt herrscht Einigkeit: Notre-Dame muss wieder aufgebaut werden. Und man darf sicher sein: Die Kirche wird wieder aufgebaut werden. Offen ist nur, wie viel es kostet und wie lange es dauert. Dabei ist die Frage nach den Kosten zweitrangig.

Umstritten bleibt, warum das Entsetzen über die Zerstörung so um sich greift. Weil Notre-Dame jahrhundertealtes Wahrzeichen einer Weltmetropole ist, sagen die einen – und Weltkulturerbe. Weil Notre-Dame eben auch und in erster Linie eine Kirche ist, sagen die anderen – nicht vergleichbar also etwa mit dem Eiffelturm, selbst wenn dessen symbolische Bedeutung für Paris manchen eher noch größer erscheint.

In der Kathedrale Notre-Dame in Paris ist am Montagabend ein Feuer ausgebrochen.

Unumstritten dürfte sein, dass der Brand eine ohnehin erschütterte französische Nation trifft: wirtschaftlich, politisch, sozial und intellektuell erschüttert. Auch darum fühlen die Nachbarn derart mit.

Kultur und Religion sind nicht zu trennen

Tatsächlich sind die kulturelle wie die religiöse Interpretation des Verlusts weniger weit voneinander entfernt, als es den Anschein hat. Denn die kulturelle Bedeutung von Notre-Dame ist mit ihrer religiösen Wurzel verbunden. Die europäische Kultur fußt auf der christlichen Religion. Das Grundgesetz wäre ein anderes, wenn es die Bibel nicht gäbe. Das Kulturelle vom Religiösen zu trennen, ist ebenso künstlich wie ahistorisch.

Video: Feuer in Notre-Dame ist gelöscht

Wie auch immer: So entsetzlich die Flammen im Herzen von Paris sind, so tröstlich sind doch die Reaktionen darauf. Sie sind, tatsächlich, ein Zeichen der Hoffnung.

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Von Markus Decker/RND

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