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Deutschland/Welt Köhler mahnt Verbesserungen an Hochschulen an
Nachrichten Politik Deutschland/Welt Köhler mahnt Verbesserungen an Hochschulen an
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12:31 02.12.2009
Bundespräsident Horst Köhler Quelle: afp (Archivbild)

Köhler sagte am Mittwoch, mit der Umstellung der Studienordnungen hin zum europäischen Bachelor- und Master-System „sind wir nach zehn Jahren wohl nicht da, wo wir sein sollten“. Reformen bräuchten zwar Zeit, aber vor allem auch „Ernsthaftigkeit“ und den Willen, sie konsequent umzusetzen.

Köhler forderte die Bundesländer auf, die Bildungspolitik zur Chefsache zu machen und ausreichend Geld zur Verfügung zu stellen. Es sei gut, dass sich Bund und Länder darauf verständigt hätten, zehn Prozent des Bruttoinlandsprodukts für die Bildung auszugeben. „Wenn nun aber so lange gerechnet wird, bis das Ziel nominal erreicht scheint, ohne wirklich mehr Geld in die Hand zu nehmen, dann lässt das daran zweifeln, ob den Worten wirklich Taten folgen“, sagte Köhler.

Bildung benötige neben mehr Geld für die Forschung aber auch mehr Freiheiten in der Lehre. „Wir brauchen eine Exzellenzinitiative für die Lehre“, forderte Köhler. Dabei dürfe das Studium auch nicht mit Prüfungen überfrachtet werden. Zum Studium gehöre auch die Zeit, über das „Wozu“ der Wissenschaft nachzudenken. Wissen ohne Verantwortung, Bildung ohne Herzensbildung sei „hohl und leer, ohne jeden Klang“, sagte Köhler in Anlehnung an einen Ausspruch des Apostel Paulus.

Die Universität Leipzig war am 2. Dezember 1409 gegründet worden. Sie ist nach Heidelberg die zweitälteste Universität in Deutschland, an der ohne Unterbrechung gelehrt und geforscht wurde. Zurzeit sind an ihr rund 30.000 Studenten eingeschrieben.

ddp

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