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Mehr als 1000 bewaffnete Polizisten sind zum Schutz vor einem weiteren Terroranschlag am langen Wochenende in Großbritannien im Einsatz.

Mehr als 1000 bewaffnete Polizisten sind zum Schutz vor einem weiteren Terroranschlag am langen Wochenende in Großbritannien im Einsatz.
 © imago

Verfassungsschutz-Chef

Keine Terror-Entwarnung für Deutschland

England hat die Terrorwarnstufe herabgesetzt. Experten senkten die Gefahreneinschätzung von „kritisch“ auf „ernst“. In Deutschland bleibt das Risiko von Terroranschlägen nach Einschätzung des Verfassungsschutzes aber unverändert hoch.

Berlin.  Das Risiko von Terroranschlägen in Deutschland bleibt nach Einschätzung des Verfassungsschutzes unverändert hoch. „Ich kann keine Entwarnung geben - im Gegenteil“, sagte Hans Georg Maaßen, Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz, dem rbb-Inforadio. Anschläge wie jüngst in Manchester oder auf den Weihnachtsmarkt in Berlin seien möglich, „weil der IS will, dass auch in Deutschland ein größerer Anschlag durchgeführt wird, und wenn er uns treffen kann, würde er es auch tun“, fügte Maaßen hinzu.

Zahlreiche Festnahmen in Deutschland

In den vergangenen sechs Monaten habe es „eine Vielzahl von Festnahmen oder polizeilichen Exekutivmaßnahmen gegen mutmaßliche Islamisten“ gegeben, berichtete der Chef des Verfassungsschutzes.

Obwohl der IS militärisch stark unter Druck ist, sei es weiter denkbar, dass die Terrororganisation auch große Anschlagsszenarien wie 2015 in Paris realisieren könne: „Ich gehe davon aus, dass der IS derzeit noch die Möglichkeiten dazu hat. Er hat eine große Anzahl von Anhängern in Westeuropa, auch in Deutschland“, sagte Maaßen. Zudem gebe es eine große Zahl junger Leute, die sich im Cyberraum radikalisierten, und die von „Headhuntern“ des IS angesprochen würden.

Von RND/dpa

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