Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Deutschland/Welt Keine Bestätigung für Flüchtlingstragödie im Mittelmeer
Nachrichten Politik Deutschland/Welt Keine Bestätigung für Flüchtlingstragödie im Mittelmeer
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:04 19.04.2016
Für eine erneute Flüchtlingskatastrophe im Mittelmeer gibt es bisher keine offizielle Bestätigung. Quelle: Kay Nietfeld / Illustration
Anzeige
Rom

"Es ist wirklich ein Mysterium. Wir können das Unglück weder bestätigen noch dementieren", sagte Flavio Di Giacomo, der Sprecher der Internationalen Organisation für Migration (IOM) in Italien.

Bisher gebe es nur Aussagen von Überlebenden, die offenbar mit Medien gesprochen hätten. Dies sei ungewöhnlich, weil Überlebende nach einem Schiffbruch gewöhnlich zunächst mit ihren Rettern sprechen würden. "Wir können nichts bestätigen, bis wir keine direkte Zeugenaussage oder irgendetwas von offiziellen Behörden haben", sagte Di Giacomo.

Auch das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) in Italien hatte bis zum Mittag keine neuen Erkenntnisse zu den Berichten. "Wir stehen seit gestern in Kontakt mit der italienischen, der griechischen und der ägyptischen Küstenwache und keine der drei weiß bislang Konkretes", erklärte eine Sprecherin. "Aber das muss natürlich nichts heißen und bedeutet nicht, dass es kein Unglück gegeben hat."

Die UNHCR-Sprecherin in Genf, Ariane Rummery, erklärte, eine Mission der Behörde sei auf dem Weg zum möglichen Unglücksort, um dort weitere Informationen zu sammeln.

Seit Montag gibt es unbestätigte Berichte, wonach sich im Mittelmeer eine Flüchtlingskatastrophe mit bis zu 500 Toten ereignet haben könnte. Die Migranten sollen von Ägypten aus in See gestochen sein.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 00:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Während der Militärdiktatur in Brasilien wurde die Guerillakämpferin Dilma Rousseff gefoltert - nun sieht die heutige Präsidentin bei ihrer versuchten Absetzung wieder gewaltiges Unrecht am Werke.

19.04.2016

Die Richter im NSU-Prozess wollen heute die langwierige Vernehmung von Beate Zschäpe fortsetzen. Das Gericht kündigte an, weitere Fragen an die mutmaßliche Rechtsterroristin zu richten.

19.04.2016

Der Bombenanschlag auf einen Bus in Jerusalem hat eine neue Qualität. Während einer nun sieben Monate langen Gewaltwelle griffen palästinensische Einzeltäter vor allem mit Messern an.

18.04.2016
Anzeige