Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Deutschland/Welt Kein Ende der Kita-Streiks in Sicht
Nachrichten Politik Deutschland/Welt Kein Ende der Kita-Streiks in Sicht
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:15 12.05.2015
Ein Info-Plakat im Eingangsbereich einer bestreikten Kindertagesstätte. Quelle: Daniel Naupold
Anzeige
Berlin

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi und der kommunale Arbeitgeberverband VKA forderten sich gegenseitig auf, den Weg für eine neue Verhandlungen frei zu machen.

"Die Arbeitgeber sind jederzeit zur sofortigen Fortsetzung der Tarifverhandlungen ohne Vorbedingungen bereit", sagte VKA-Hauptgeschäftsführer Manfred Hoffmann in Frankfurt. Die Kita-Streiks seien eine unerträgliche Dauerbelastung von Kindern und Eltern. Die Gewerkschaften sollten an den Verhandlungstisch zurückkehren. Die VKA habe in einem Papier eine bessere Bezahlung vorgeschlagen. Dieses könne die VKA jederzeit in ein formales Angebot umwandeln.

Verdi reagierte verschnupft. "Die VKA hat fünf Verhandlungsrunden Zeit gehabt, ein echtes Angebot vorzulegen", sagte Sprecher Christoph Schmitz der dpa in Berlin. "Das hat sie verweigert, genauso wie sie jeden generellen Handlungsbedarf zur Aufwertung der Sozial- und Erziehungsberufe leugnet." Verdi warf den Arbeitgebern vor, "den Tarifkonflikt auf dem Rücken von Eltern und Kindern auszusitzen". Sie seien nun am Zug.

Zum bundesweiten Streik der Erzieherinnen und Erzieher sowie Sozialarbeiter haben neben Verdi auch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) sowie der Beamtenbund dbb aufgerufen. Allein in Hamburg waren 30 000 Kinder in mehr als 200 Kitas betroffen. In mehreren Städten fanden Kundgebungen statt.

Die Gewerkschaften kämpfen um eine spürbare Anhebung der Gehälter der bundesweit rund 240 000 Erzieherinnen und Sozialarbeiter. Nach Darstellung der kommunalen Arbeitgeber sind die Forderungen nicht bezahlbar.

An diesem Mittwoch wollen SPD-Parteichef Sigmar Gabriel und Familienministerin Manuela Schwesig (SPD) mit Erzieherinnen ins Gespräch kommen. Sie besuchen mit Verdi-Chef Frank Bsirske eine Einrichtung im hessischen Wetzlar.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Bangkok (dpa) - In Südostasien spitzt sich eine Flüchtlingskrise dramatisch zu. Auf hoher See sollen dort 8000 Menschen in teils nicht seetüchtigen Booten und ohne ausreichend Wasser und Lebensmittel treiben, wie die Organisation für Migration (IOM) berichtete.

12.05.2015

Nach der Parlamentswahl in Großbritannien hat der konservative Finanzminister George Osborne in Brüssel den Willen zu einem Referendum über den Verbleib des Landes in der EU betont.

12.05.2015

Der Bundesnachrichtendienst (BND) liefert dem umstrittenen US-Geheimdienst NSA einem Medienbericht zufolge pro Monat bis zu 1,3 Milliarden Metadaten über Telefonate oder SMS.

12.05.2015
Anzeige