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Medien

Kauder stärkt den Zeitungen den Rücken

In der Debatte um eine angebliche „Lügenpresse“ in Deutschland hat CDU/CSU-Fraktionschef Volker Kauder den Zeitungen den Rücken gestärkt.

Berlin. Internetforen, in denen über Zeitungen hergezogen werde, seien oft ihrerseits voller Unwahrheiten, schrieb Kauder in einem Beitrag für das Wochenendmagazin „sonntag“ des RedaktionsNetzwerks Deutschland.

Für immer mehr Menschen seien Netzwerke und Internetforen an die Stelle der Zeitung getreten. „Mittlerweile macht sich jedoch mehr und mehr Ernüchterung breit, ob wir deshalb tatsächlich in einer besseren Medienwelt angekommen sind.“

Internet und soziale Medien seien oft Bühnen bloßer Herabwürdigung und vorsätzlicher Desinformation. So seien etwa in Facebook-Kommentaren alle Schranken des Anstands gefallen: „Es wird nicht nur geschimpft. Es wird beleidigt, gedroht und gelogen, dass sich die Balken biegen.“

Gerüchte würden gestreut und Tatsachen verdreht, beides mit einer so schnellen und massenhaften Wirkung wie noch nie. „Es ist dann für manchen offenbar kein weiter Weg mehr dahin, auf Demonstrationen Galgen zu zeigen, an denen Politiker hängen.“

Nach Ansicht des Unionspolitikers braucht Deutschland jetzt mehr denn je einen der Wahrheit verpflichteten klassischen Qualitätsjournalismus. Qualität beginne mit dem Bemühen, den Sachverhalt, über den berichtet werden soll, eingehend zu prüfen und so ausgewogen wie möglich darzustellen.

Wörtlich schrieb Kauder: „Gute Zeitungen funktionieren wie eine ,Stiftung Wahrheitstest‘ und dienen damit der Demokratie.“


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