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Der neue Außenminister Boris Johnson.

Der neue Außenminister Boris Johnson. © Epa/Andy Rain

Politik

Johnson: Brexit wird Großbritanniens Gewicht erhöhen

Großbritanniens neuer Außenminister Boris Johnson und sein US-Amtskollege John Kerry beschwören die "besondere Beziehung" ihrer Länder. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier will trotz Enttäuschung mit Johnson professionell zusammenarbeiten.

London. Großbritannien wird nach den Worten des neuen Außenministers Boris Johnson nach dem Austritt aus der Europäischen Union eine größere weltpolitische Rolle spielen als jemals zuvor.

"Ich will, dass wir Großbritannien zu einer noch bedeutenderen globalen Nation machen", sagte er am Dienstag im Anschluss an sein Gespräch mit US-Außenminister Kerry in London.

Fragen nach früheren Äußerungen Johnsons, beispielsweise zur "teilweise kenianischen Abstammung" des US-Präsidenten Barack Obama oder zu Hillary Clinton, die er mit einer "sadistischen Krankenschwester in einer Nervenheilanstalt" verglichen hatte, wich Johnson aus. Es würde zu lange dauern, sich bei allen zu entschuldigen, die durch missverstandene Äußerungen besorgt seien, sagte er. Man habe nun wichtigere Herausforderungen vor sich, etwa die humanitäre Krise in Syrien.

Kerry und Johnson betonten die besondere Beziehung zwischen Großbritannien und den USA. "Ich bin heute nach London zurückgekehrt, um die besonderen und unverbrüchlichen Beziehungen zwischen den USA und dem Vereinigten Königreich zu bestätigen", sagte Kerry.

Zu einem künftigen Freihandelsabkommen zwischen Großbritannien und den USA sagte der US-Außenminister, die USA seien vollkommen bereit zu Gesprächen über ein Abkommen. Derzeit seien allerdings alle Kapazitäten mit den Verhandlungen zum TTIP-Abkommen mit der EU ausgeschöpft. Ohnehin könne Großbritannien ein Handelsabkommen erst unterzeichnen, wenn der Austritt aus der EU vollzogen sei, sagte Kerry.

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier, der später zu Syrien-Gesprächen mit Kerry und Johnson zusammentraf, sagte, er werde trotz Enttäuschung über den Brexit, ein professionelles Arbeitsverhältnis mit Johnson entwickeln.

dpa


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