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Deutschland/Welt Israelischer Soldat Schalit offenbar kurz vor Freilassung
Nachrichten Politik Deutschland/Welt Israelischer Soldat Schalit offenbar kurz vor Freilassung
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15:47 23.11.2009
Der israelische Soldate Gilad Schalit Quelle: afp

Israels Präsident Schimon Peres verkündete Fortschritte bei den Verhandlungen, Schalits Familie führte ein Gespräch im Verteidigungsministerium in Tel Aviv. Arabische Medien meldeten einen möglichen Austausch kurz nach dem islamischen Opferfest am Freitag.

Bereits am Wochenende hatte der Sender El Arabija berichtet, dass Bewegung in den Entführungsfall gekommen sei. Unter Vermittlung des Bundesnachrichtendienstes (BND) habe die israelische Regierung eine neue Liste mit den Namen der palästinensischen Gefangenen erhalten, deren Entlassung aus israelischer Haft die radikalislamische Hamas im Gegenzug für Schalits Freiheit fordere. Die israelische Militärzensur verfügte Stillschweigen über den Stand der Verhandlungen, Peres deutete nach einem Blitzbesuch in Ägypten allerdings an, es habe "Fortschritte" gegeben.

Die Eltern Noam und Aviva Schalit sowie ihr Sohn Joel trafen sich im israelischen Verteidigungsministerium mit dem Beauftragten für die Verhandlungen mit der Hamas, die auf indirektem Wege über die ägyptische Regierung geführt werden. Von Journalisten auf den Inhalt des Treffens angesprochen, sagte Noam Schalit lediglich: "Jetzt ist nicht die Zeit um zu reden."

Laut El Arabija rechnen "einige Hamas-Vertreter" mit einem Austausch kurz nach dem islamischen Opferfest am kommenden Freitag. Der Hamas-Politiker Ahmad Bahar sagte, dass "der Anbruch der Freiheit" bevorstehe. "Wir werden bald unsere inhaftierten Helden feiern", sagte er mit Blick auf einen möglichen Gefangenenaustausch. Anfang Oktober hatte der einflussreiche Hamas-Führer Mahmud Sahar dem "Spiegel" gesagt, die Palästinenser wollten die Verhandlungen "so schnell wie möglich" zu Ende bringen. Dies sei eine Sache "von Wochen, höchstens von ein paar Monaten".

Schalit war am 25. Juni 2006 durch ein palästinensisches Kommando im Süden Israels entführt worden. Im Austausch gegen Lebenszeichen des 23-jährigen Soldaten setzte die israelischen Regierung in der Vergangenheit immer wieder einzelne palästinensische Gefangene auf freien Fuß. Für die Herausgabe Schalits forderte die Hamas die Freilassung von 450 Palästinensern. Die israelische Regierung lehnte dies stets mit der Begründung ab, die meisten der Gefangenen seien in Anschläge verwickelt, bei denen Israelis getötet worden seien.

afp

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