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Unterstützung für den Ex-Spion Jonathan Pollard: Der Israeli wird nach 30 Jahren US-Haft freigelassen. Foto: Abir Sultan/Archiv

Unterstützung für den Ex-Spion Jonathan Pollard: Der Israeli wird nach 30 Jahren US-Haft freigelassen. Foto: Abir Sultan/Archiv

Justiz

Israel begrüßt geplante Freilassung von Ex-Spion aus US-Haft

Israel hat die Ende November geplante Freilassung des ehemaligen Spions Jonathan Pollard aus US-Haft begrüßt. "Nach jahrzehntelangen Bemühungen wird Jonathan Pollard endlich freigelassen", sagte Ministerpräsident Benjamin Netanjahu einer Mitteilung seines Büros zufolge.

Jerusalem. "Wir freuen uns auf seine Entlassung." Der ehemalige israelische Staatspräsident Schimon Peres nannte die Freilassung Pollards am Mittwoch "eine wichtige Entscheidung".

Das US-Justizministerium hatte am Dienstag mitgeteilt, dass Pollard am 21. November das Gefängnis verlassen darf - nach exakt 30 Jahren. Pollard hatte als ziviler Analyst bei der US-Marine gearbeitet und dort streng geheime Dokumente entwendet und an Israel weitergereicht. Er bekannte sich schuldig und wurde 1987 zu lebenslanger Haft verurteilt.

Pollards Frau reagierte ergriffen auf die geplante Freilassung. "Ich kann es nicht erwarten, ihn in meinen Armen zu halten und mit ihm unser Leben aufzubauen", sagte Esther Pollard in Jerusalem. Sie zähle die Monate, Tage, Minuten und Sekunden bis zum Wiedersehen. "Was Jonathan mehr braucht als alles andere, ist ein bisschen Ruhe und Privatsphäre."

Seit 1996 ist Pollard israelischer Staatsbürger. Justizministerin Ajelet Schaked äußerte der Zeitung "Jerusalem Post" zufolge die Hoffnung, dass Pollard bald nach Israel ausreisen kann. Landwirtschaftsminister Uri Ariel, der in der Knesset zuvor mit dem Fall betraut war, sagte demnach, er warte sehnsüchtig darauf, dass Pollard in Israel lande.

Israel hatte sich lange für eine Freilassung des Ex-Spions eingesetzt. Der Zeitpunkt der Entscheidung könnte auch diplomatische Gründe haben: Weil Israel das Iran-Abkommen ablehnt, die USA es aber befürworten, sind die Beziehungen der beiden Länder derzeit angespannt.

Offiziell steht die Entscheidung jedoch nicht in Zusammenhang mit den Atomverhandlungen: Sowohl Pollards Anwälte als auch das Weiße Haus dementierten dies.

dpa


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