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Deutschland/Welt Internetdienst stellt Kurznachrichten vom 11. September ins Internet
Nachrichten Politik Deutschland/Welt Internetdienst stellt Kurznachrichten vom 11. September ins Internet
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12:48 27.11.2009
Das World Trade Center in New York kurz nach den Anschlägen. Terroristen waren am 11. September 2001 mit entführten Flugzeugen in die beiden Türme geflogen. Quelle: ddp

Von Nora Lysk

HANNOVER. „Dad, ein Flugzeug ist in das World Trade Center und in das Pentagon gekracht, und Marcus war drin ...“
Ob Marcus die schwersten Terroranschläge auf US-Boden am 11. September 2001 überlebte – man weiß es nicht. Nur, dass irgendjemand in den USA um genau 9.59 Uhr eben diese Pager-Nachricht von einer Art Funkmeldeempfänger, wie sie Rettungsdienste nutzen, absetzte. Und auch, ob Lauras Vater unversehrt am Abend zu Hause ankam, ist nicht bekannt. Nur das: Um 11.32 Uhr schrieb jemand „Wenn ich nicht bis zwölf Uhr etwas von dir höre, hole ich Laura von der Schule ab und erzähle ihr, dass ihr Vater tot ist“.

Es sind bedrückende Mitteilungen, die das Datum 9/11 plötzlich wieder ins Bewusstsein rücken, veröffentlicht über eine Homepage namens Wikileaks, ein anonymes Medium, das geheime Dokumente veröffentlicht. Wie eben diese Liste jener 573 000 Kurznachrichten vom 11. September 2001. Darunter sind private Nachrichten, die die Dramatik des Tages vergegenwärtigen. Wie die von Erika: „Da ist ein Flugzeug im Himmel über mir ... Was zur Hölle – Erika.“
Und es sind Regierungsmitteilungen, die die Planlosigkeit der Behörden angesichts der Katastrophe verdeutlichen. So schreibt ein gewisser Ron Blakeman, offensichtlich Verantwortlicher bei der US-Marine: „Jungs, ruft mich an. Ich will, dass alle Leute runter von den Schiffen sind. JETZT!!!“ Sogar Geheimdienstmitteilungen finden sich in der Liste: „B Alpha Twinkle and Turq are accounted for safe“ bedeutet so viel wie: „Air Force One und die Töchter des Präsidenten (in Geheimdienstkreisen laut „Süddeutsche online“ als Twinkle and Turq bezeichnet) sind in Sicherheit.“

Laut CNN schweigt sich Wikileaks darüber aus, woher die Mitteilungen kommen. Auch die Echtheit ist nicht gesichert. Den Protokollen zufolge stammen die Nachrichten aus den Netzwerken der Telekomanbieter Arch Wireless, Metrocall, Skytel und Web¬link Wireless. Die Unternehmen ließen erklären, sie seien besorgt, dass offenbar die Kommunikation von Regierungsbehörden abgefangen worden sei. Ein Wikileaks-Sprecher erklärte, die Liste sei ihnen zugespielt worden. Man habe sie veröffentlicht, um das Bild von den Ereignissen zu vervollständigen.

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