Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Deutschland/Welt Institut zählt weltweit weniger Kriege im Jahr 2012
Nachrichten Politik Deutschland/Welt Institut zählt weltweit weniger Kriege im Jahr 2012
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:40 21.02.2013
Einwohner von Duk Padiet im Südsudan bewachen ihren Ort, nachdem dieser zwei Tage zuvor überfallen worden war. Quelle: Tim McKulka UNMIS HO
Anzeige
Heidelberg

Das waren unterm Strich zwei weniger als im Jahr 2011, wie das Institut am Donnerstag mitteilte. Neben 17 innerstaatlichen Kriegen gab es demnach erstmals seit 2008 auch wieder einen Krieg zwischen zwei Staaten: die Auseinandersetzung zwischen dem Sudan und dem Südsudan in Afrika.

Während Konflikte in Libyen, Ägypten und im Jemen im vergangenen Jahr nicht mehr als Kriege bewertet wurden, stufte das Institut Konflikte etwa in Indien oder Myanmar zum Krieg hoch. Im Nordosten Indiens gebe es 400 000 Flüchtlinge wegen eines Krieges zwischen militanten Gruppen. Am meisten Kriege wurden in Afrika südlich der Sahara gezählt (neun). Mit Abstand die meisten Todesopfer (65 000) forderten die Kriege im Vorderen und Mittleren Orient. Allein etwa 55 000 Tote gab es 2012 im Bürgerkrieg in Syrien.

Die Wissenschaftler ordnen in ihrem "Conflict Barometer" die Auseinandersetzungen weltweit in fünf Intensitätsstufen ein - "Krieg" ist dabei die höchste. Entscheidend für die Einordnung sind die eingesetzten militärischen Mittel sowie die Folgen des Konflikts, von getöteten Menschen bis hin zu großen Flüchtlingsströmen.

Zwar gab es 2012 der Untersuchung zufolge weniger Kriege weltweit, die Zahl der Konflikte in der Eskalationsstufe "begrenzte Kriege" stieg jedoch, wie die Wissenschaftler betonten. "Daher kann man nicht davon sprechen, dass die Welt friedlicher geworden ist", erklärte das Vorstandsmitglied des Instituts, Simon Ellerbrock.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 00:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Sensationelle Kehrtwende nach einem Sturm der Empörung: Katholische Krankenhäuser in Deutschland dürfen vergewaltigten Frauen die "Pille danach" verordnen, wenn sie die Befruchtung verhindert und nicht abtreibt.

21.02.2013

Die FDP ist nach einer neuen Umfrage in der Wählergunst gestiegen. Bei der Sonntagsfrage kommen die Liberalen jetzt auf fünf Prozent, wie der wöchentliche ARD-Deutschlandtrend ergab.

21.02.2013

Die Opposition hat der schwarz-gelben Koalition wegen des verschobenen Armuts- und Reichtumsberichts Täuschung und Schönfärberei vorgeworfen. Vertreter von SPD, Grünen und Linken sprachen im Bundestag von Zensur, Verschleierung frisierten Berichten und dem Versuch zu fälschen.

21.02.2013
Anzeige