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Deutschland/Welt Immer mehr Studenten ohne Abitur
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14:02 20.01.2013
Hörsaal der TU Ilmenau: Die Zahl der Studienanfänger in Deutschland ohne Abitur und Fachhochschulreife ist auf rund 12 000 gestiegen.. Quelle: Michael Reichel/Archiv
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Berlin

Die Zahl der Studienanfänger in Deutschland ohne Abitur und Fachhochschulreife ist auf rund 12 000 gestiegen. Mit dieser jüngsten Zahl von 2011 ist ein neuer Höchststand erreicht, wie die Nachrichtenagentur dpa am Sonntag in Berlin vom Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) erfuhr. Im Vorjahr waren es 2000 weniger.

Rund 4000 geeignete Studiengänge soll ein neuer Online-Studienführer www.studieren-ohne-abitur.de verzeichnen. Er wurde vom CHE und dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft entwickelt und soll an diesem Montag während einer Tagung in Essen offiziell ans Netz gehen.

Nordrhein-Westfalen hat mit 4,7 Prozent beruflich qualifizierten Studienfängern seine Spitzenposition in dem Bereich ausgebaut. Dahinter folgen Mecklenburg-Vorpommern (3,7 Prozent) und Berlin (3,3 Prozent). Insgesamt liegt der Anteil der Studienanfänger ohne Abitur und Fachhochschulreife in Deutschland jetzt bei 2,3 Prozent - ein Zuwachs von 0,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Außer beim Spitzentrio liegen alle Länderquoten unter dem Bundesdurchschnitt. Sie reichen von 2,1 Prozent in Rheinland-Pfalz bis zu 0,5 Prozent im Saarland.

Infolge des Bildungsgipfels von Bund und Ländern hatte die Kultusministerkonferenz 2009 den Hochschulzugang für Meister und beruflich Qualifizierte ohne Abitur wesentlich erleichtert. Nach anfänglicher Zurückhaltung machen Hochschulen vermehrt spezifische Studienangebote für diese Zielgruppen.

Im Vergleich zu anderen Ländern ist der Anteil der Studienanfänger ohne Abitur in Deutschland immer noch gering. Etwa in Schweden haben mehr als ein Drittel der Studenten keine klassische Hochschulreife und schaffen es über ihre berufliche Qualifizierung ins Studium.

dpa

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