Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Deutschland/Welt Hohes Korruptionsrisiko bei Rüstung afrikanischer Staaten
Nachrichten Politik Deutschland/Welt Hohes Korruptionsrisiko bei Rüstung afrikanischer Staaten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:43 19.01.2016
Das Korruptionsrisiko soll besonders in Afrika hoch sein: In vielen Staaten sind die Ministerien für Kontrollen der Anti-Korruptionsbehörden nicht zugänglich. Quelle: Henry Ikechukwu/ Archiv
Anzeige
Kapstadt

e.

Auf einer Skala von "A" (sehr niedriges Risiko) bis "F" (kritisches Risiko) schnitt kein afrikanisches Land besser als "D" ab, was "hohes Korruptionsrisiko" bedeutet. Zwanzig Staaten, einschließlich Simbabwe, Sudan, Kamerun und Burkina Faso, bekamen ein "F". Weitere 20 Länder, darunter Nigeria, Äthiopien und Burundi wurden mit "E", oder sehr hohem Risiko, eingestuft. Nur sieben Länder, einschließlich Südafrika, Kenia und Ghana, erhielten ein "D".

Im Vergleich gliederte die Organisation Deutschland, die Schweiz und die Vereinigten Staaten in einem früheren Bericht in die Kategorie "B" für "niedriges Risiko" ein. Lediglich England und Neuseeland bekamen ein "A", während das Korruptionsrisiko laut Transparency International in Frankreich und Italien moderat sei, oder "C".

Das Korruptionsrisiko sei besonders hoch in Afrika, da die knapp 37 Milliarden Euro, die Verteidigungsministerien im vergangenen Jahr ausgaben, kaum unabhängiger Überprüfung unterlägen, so Transparency International. Fast 40 Prozent der untersuchten Länder hielten ihre Verteidigungsbudgets geheim. Der Rest veröffentliche nur sehr vage Zahlen.

Zusätzlich seien Verteidigungsministerien in vielen der 47 Staaten für Kontrollen von Anti-Korruptionsbehörden nicht zugänglich, da Verteidigungsfragen als streng vertraulich eingestuft würden. Waffeneinkäufe in fast 70 Prozent der untersuchten Länder basierten auf individuellem Ermessen statt nationaler Strategie. Auch Gehälter und Zahlungssysteme seien nach Angaben des Berichts für Manipulation anfällig.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Teheran (dpa) – Gut fünf Wochen vor der Parlamentswahl im Iran sind nach Angaben des Reformpolitikers Hussein Maraschi 99 Prozent der Reformkandidaten von einem Kontrollgremium disqualifiziert worden.

19.01.2016

Kritik der CSU an ihrer Asylpolitik ist die Kanzlerin inzwischen gewohnt. Dass die bayerische Schwesterpartei diese jetzt auch über einen ihrer Bundesminister am Berliner Kabinettstisch äußert, ist neu. Der fordert einen Plan B für Grenzschließungen.

19.01.2016

Der österreichische Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) hat eine Begrenzung der Zahl der Flüchtlinge gefordert. "Für uns in Österreich ist klar, dass sich die Situation vom vergangenen Jahr 2016 so nicht wiederholen kann.

19.01.2016
Anzeige