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Deutschland/Welt Hessens Innenminister will Identitätskontrollen beim Fußball
Nachrichten Politik Deutschland/Welt Hessens Innenminister will Identitätskontrollen beim Fußball
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14:05 03.12.2009
Gewalt unter Fußballfans ist nach wie vor ein Problem. Quelle: Dröse (Archiv)
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Berlin. Die in Bremen tagende Herbstkonferenz der Innenminister solle etwa Identitätskontrollen beim Kauf von Eintrittskarten auf den Weg bringen, sagte Bouffier der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Donnerstagsausgabe).

Das System habe sich bei der Fußball-WM 2006 bewährt, um Gewalttäter aus Stadien fernzuhalten, sagte der CDU-Politiker. Zudem sollten Gästekartenkontingente bei sogenannten Problemspielen beschnitten oder ganz gestrichen werden. Die Verantwortlichen des Deutschen Fußball-Bunds (DFB) und der Deutschen Fußball Liga (DFL) hätten sich „sehr offen für diese Maßnahme gezeigt“, fügte Bouffier hinzu.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) forderte die Innenminister zu einem energischeren Vorgehen gegen Vereine auf, bei denen es zu zu Ausschreitungen kommt. Bei entsprechenden Vorfällen müssten Spiele abgebrochen oder vorher erkennbare Risikopartien gar nicht erst angepfiffen werden, sagte der GdP-Vorsitzende Konrad Freiberg dem Fernsehsender N24: „Insbesondere den Vereinen, wo es häufig passiert, muss man deutlich sagen: Jungs, Ihr dürft so nicht mehr weitermachen. Und dann gibt es keinen Fußball mehr bei Euch, wenn Ihr nicht in der Lage seid, Eure Fans im Zaum zu halten.“

Bei ihrer zweitägigen Tagung in Bremen beraten die Länder-Innenminister bis Freitag auch über das Bleiberecht für langjährig geduldete Ausländer, mehr Sicherheit in Zügen sowie Maßnahmen gegen zunehmende Gewalt gegen Polizisten. Beim Bleiberecht geht es um eine Anschlussvereinbarung für die Altfallregelung im Aufenthaltsgesetz, nach der 30.000 in Deutschland geduldete Ausländer bis zum Endes diesen Jahres eine Aufenthaltsgenehmigung auf Probe erhalten hatten.

Als ein Knackpunkt bei den Beratungen gilt bislang die zwischen Union und SPD umstrittene Frage, ob das Bleiberecht auch für jene Menschen verlängert wird, die nicht arbeiten und auf Sozialleistungen angewiesen sind. Nach Schätzungen der Länder sind das 15.000 Menschen. Würden sie keine neue Aufenthaltsgenehmigung erhalten, droht ihnen die Rückstufung in den rechtlich unsichereren Status der Duldung.

AFP

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