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Deutschland/Welt Hessen will Bonus beim "Coffee to go"
Nachrichten Politik Deutschland/Welt Hessen will Bonus beim "Coffee to go"
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22:41 31.03.2016
Quelle: dpa
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WIESBADEN

Wenn Kaffeefreunde ihre eigenen Mehrwegbecher mitbringen, könne ein Preisnachlass von zehn Cent gewährt werden, regt Hessens Umweltministerin Priska Hinz (Grüne) an. In einem der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Brief hat die Politikerin Handelsketten, Großbäckereien, Raststätten und Verbände zur Teilnahme an der Initiative "BecherBonus" aufgerufen.

Hinz hält eine freiwillige Lösung für besser als die Einführung eines Pfands oder die Erhebung einer Abgabe auf Einwegbecher. Lebensmittelrechtliche Bedenken beim Nachfüllen von Mehrwegbechern in Kaffeehäusern, Bäckereien oder Raststätten sieht die Ministerin nicht. Das Verkaufspersonal müsse darauf achten, dass die Becher nicht mit den Abfüllstutzen in Berührung komme.

Die SPD-Opposition sprach von "grüner Symbolpolitik". Der Vorschlag werde bereits von der amerikanischen Kaffeehauskette Starbucks praktiziert. Wer dort seinen eigenen Becher mitbringe, erhalte sogar 30 Cent Nachlass, erklärte der Abgeordnete Timon Gremmels. Er forderte zugleich eine bundesweite Pfandlösung. Starbucks gehe es um eine "PR-Aktion", die öffentlich auch wenig bekannt sei, widersprach die Grünen-Fraktion. Ziel von "BecherBonus" sei es, die kleinen und mittleren Unternehmen für die Abfallvermeidung zu gewinnen, sagte die Abgeordnete Angela Dorn.

Unterdessen wollen zahlreiche niedersächsische Apotheken den Verbrauch von Plastiktüten deutlich verringern. Die Kunden würden ab sofort dazu animiert, ihre Einkäufe in der Handtasche oder einer mitgebrachten Tragetasche zu verstauen, teilte der Landesapothekerverband am Donnerstag in Hannover mit. Für eine Plastiktüte erheben die teilnehmenden Apotheken künftig eine selbst festgelegte Gebühr. Mit der Kampagne wollen die Apotheker das Anliegen der Europäischen Union und des Bundesumweltministeriums unterstützen, Müll aus Plastiktüten zu vermeiden. Ziel der Politik sei es, bis 2019 den jährlichen Pro-Kopf-Verbrauch in Deutschland von durchschnittlich 200 auf 90 Tüten zu verringern. Dem niedersächsischen Verband sind rund 1.900 Apotheken angeschlossen. Auch Verbände weiterer Bundesländer beteiligen sich an der Aktion.

dpa/epd

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