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Der frühere Vorsitzende der Linksfraktion im Bundestag, Gregor Gysi, rät seinen beiden Nachfolgern Sarah Wagenknecht und Dietmar Bartsch zu einer inhaltlichen Arbeitsteilung.

Der frühere Vorsitzende der Linksfraktion im Bundestag, Gregor Gysi, rät seinen beiden Nachfolgern Sarah Wagenknecht und Dietmar Bartsch zu einer inhaltlichen Arbeitsteilung. © Christoph Schmidt/Archiv

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Gysi schlägt Arbeitsteilung zwischen Wagenknecht und Bartsch vor

Der frühere Vorsitzende der Linksfraktion im Bundestag, Gregor Gysi hat eine inhaltliche Arbeitsteilung seiner beiden Nachfolger Sarah Wagenknecht und Dietmar Bartsch vorgeschlagen.

Berlin. Er reagierte damit auf die jüngste innerparteiliche Kritik an Wagenknecht wegen Äußerungen zur Flüchtlingspolitik. "Als ich mit Oskar Lafontaine die Fraktion führte, hatten wir auf seinen Vorschlag hin auch eine solche Arbeitsteilung vereinbart", sagte Gysi der "Welt am Sonntag". Eine solche Regelung wäre "auch heute sinnvoll".

Lafontaine habe seinerzeit gesagt: "Pass auf, Gregor, Du bist allein für die Außenpolitik zuständig, und ich kümmere mich allein um die Wirtschafts- und Finanzpolitik. Den Rest machen wir zusammen. So kommen wir uns nicht ins Gehege."

Hintergrund sind Äußerungen Wagenknechts nach dem mutmaßlich islamistisch motivierten Bombenattentat im bayerischen Ansbach. Sie hatte erklärt, "dass die Aufnahme und Integration einer sehr großen Zahl von Flüchtlingen und Zuwanderern zumindest mit erheblichen Problemen verbunden und sehr viel schwieriger ist, als Frau Merkel uns das im letzten Herbst mit ihrem "Wir schaffen das" einreden wollte".

Damit löste Wagenknecht in der eigenen Partei massive Kritik aus. Der außenpolitische Sprecher der Fraktion, Jan van Aken, etwa sagte: "Wer Merkel von rechts kritisiert, kann nicht Vorsitzender einer Linksfraktion sein."

Der Parteivorsitzende Bernd Riexinger erklärte die Auseinandersetzung inzwischen für beendet. "Frau Wagenknecht hat ihre Äußerungen klar gestellt", sagte er der "Frankfurter Rundschau" (Online-Ausgabe). "Im übrigen haben wir als Partei unsere Position ebenfalls formuliert, so dass die Sache geklärt ist."

dpa


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