Navigation:
AboPlus Online-ServiceCenter

Streitthema in der Union

Guttenberg informiert Politiker über geplante Bundeswehr-Reform

Freiwilligendienst statt Wehrpflicht: Verteidigungsminister Guttenberg informiert Fachpolitiker aller Fraktionen über seine geplante Bundeswehr-Reform. Höchst umstritten ist das Vorhaben allein in der Union - die anderen Parteien stimmen im Grundgedanken mit Guttenberg überein.
Geplante Bundeswehr-Reform: Guttenberg stellt sein Konzept des Freiwilligendienstes vor.

Geplante Bundeswehr-Reform: Guttenberg stellt sein Konzept des Freiwilligendienstes vor.

© dpa

Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) ist am Mittwoch mit den Fachpolitikern aller Fraktionen zusammengekommen, um sie über seine Pläne zur Reform der Bundeswehr zu informieren. Die Sondersitzung des Bundestags-Verteidigungsausschusses war von den Grünen beantragt worden. Der CSU-Politiker will die Streitkräfte um ein Drittel verkleinern und die Wehrpflicht aussetzen. Als Ersatz will er einen Freiwilligendienst von 12 bis 23 Monaten anbieten.

In der Union sind die Pläne höchst umstritten. CDU und CSU wollen sich auf einer gemeinsamen Präsidiumssitzung Ende September auf ein Reformmodell einigen, über das dann Parteitage abstimmen sollen. Die FDP unterstützt Guttenbergs Pläne für ein Aussetzen der Wehrpflicht, plädiert aber für eine etwas größere Truppenstärke. Die SPD befürwortet wie der Verteidigungsminister einen freiwilligen Wehrdienst. Grüne und Linke wollen die Wehrpflicht abschaffen.

Der SPD-Verteidigungsexperte Rainer Arnold unterstützte die von seiner Partei schon lange vertretene Idee des Freiwilligendienstes. Der Minister gehe damit in die richtige Richtung, sagte er. „Er macht aber leider bis dato nur einen winzigen Trippelschritt.“ 7500 Freiwillige seien zu wenig, der neue Dienst müsse auf eine breitere Basis gestellt werden. Arnold kritisierte zudem, dass die Zielrichtung der Reform nicht klar werde. Man müsse zuerst die angestrebte Rolle Deutschlands in der Welt definieren und könne erst dann über die künftige Größe der Streitkräfte entscheiden.

Ähnlich äußerte sich der Grünen-Politiker Omid Nouripour. „Die Frage der Aufgaben der Bundeswehr ist die zentrale“, sagte er. Der Linke-Politiker Paul Schäfer nannte die Pläne Guttenbergs „nebulös“, beispielsweise was die Einsparpotenziale angehe. „Da erwarten wir von dem Minister heute klarere Aussagen.“

Die FDP-Politikerin Elke Hoff unterstützte die Pläne Guttenbergs „bis auf das eine oder andere Detail“. Auch sie drängte aber auf eine „umfassende sicherheitspolitische Begründung“ der Reform.

dpa


Nächster Artikel
Nächster Artikel
Vorheriger Artikel
Voriger Artikel

Anzeige

Bild des Tages

Feine Ausichten: Badewetter und dann den neuesten Badeanzug an. Den hier gibts allerdings noch nicht im Handel. Er stammt von der Fashionweek in Rio de Janeiro.

zur Galerie

Bürger schreiben Nachrichten

Die lokale Mitmach-Plattform unserer Zeitung

MYHEIMAT.DE

Die lokale Mitmach-Plattform unserer Zeitung: Bürger berichten aus Ihrem Heimatort. Die besten Beiträge werden in Ihrer Zeitung abgedruckt. mehr


 

Leserservice

Kostenloses Probeabo

Wir möchten Sie einladen, die Neue Presse auszuprobieren - und zwar kostenlos und völlig unverbindlich. Bestellen Sie die NP zwei Wochen lang gratis und genießen Sie währenddessen alle Vorzüge eines vollwertigen Zeitungsabos. mehr