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Ein Flüchtling vor der Lebensmittelausgabe einer Tafel in NRW. Tafel-Helfer sprechen von Verteilungskämpfen unter den Bedürftigen.

Ein Flüchtling vor der Lebensmittelausgabe einer Tafel in NRW. Tafel-Helfer sprechen von Verteilungskämpfen unter den Bedürftigen. © Oliver Berg/Illustration

Migration

Großer Andrang: Tafeln fordern Hilfe von Bundesregierung

Die Tafeln versorgen Bedürftige mit gespendeten Lebensmitteln - und sind damit auch eine wichtige Anlaufstelle für Flüchtlinge. Nun schlagen die Helfer Alarm und bitten die Bundesregierung um Hilfe.

Berlin. Der Andrang von Flüchtlingen stellt die Tafeln in Deutschland vor immer größere Herausforderungen. Die Bundesregierung solle deshalb die Sammel- und Ausgabestellen besser finanzieren, sagte der Vorsitzende des Bundesverbands Deutsche Tafel, Jochen Brühl, am Dienstag in Berlin.

"Wir fordern die Bundesregierung auf, den Tafeln projektbezogen Finanzierungshilfe zu gewährleisten, um Dolmetscher, Flüchtlingsbetreuer, Koordinatoren zur lokalen Vernetzung mit den Kommunen oder Integrationshelfer beschäftigten zu können."

Die Zahl der Bedürftigen war innerhalb weniger Monate von einer Million um weitere 150 000 Menschen gestiegen. In manchen Städten stünden inzwischen doppelt so viele Menschen für kostenlose Lebensmittel Schlange. "Die Lage ist zur Zeit sehr angespannt. Mehrere Tafeln mussten Aufnahmestopps verhängen, da sie keine weiteren Menschen unterstützen können", sagte der Tafel-Chef.

Angesichts des starken Andrangs von Asylsuchenden forderte er, einen Flüchtlingsbeauftragten zu berufen. "Damit wäre eine Stelle geschaffen, die die Arbeit der Zivilgesellschaft koordiniert und die zugleich als Schnittstelle zur Bundesregierung dient", sagte Brühl.

Eine enge Koordination der unterschiedlichen Akteure in der Flüchtlingshilfe sei "dringend notwendig". Wichtig sei, dass der Beauftragte dann auch engen Kontakt zu Hilfsorganisationen halte, hieß es.

Die Tafeln unterstützen nach eigenen Angaben an mehr als 3000 Standorten in Deutschland Bedürftige mit gespendeten Lebensmitteln. Insgesamt sind dazu rund 60 000 Ehrenamtliche im Einsatz.

dpa


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