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Ein Flüchtlingsjunge blickt auf den Istanbuler Busbahnhof. Hunderte Menschen warten dort, um nach Edirne nahe der türkisch-griechischen Grenze zu gelangen. Foto: Sedat Suna

Ein Flüchtlingsjunge blickt auf den Istanbuler Busbahnhof. Hunderte Menschen warten dort, um nach Edirne nahe der türkisch-griechischen Grenze zu gelangen. Foto: Sedat Suna

Migration

Griechenland verstärkt Sicherheitsmaßnahmen am Evros

Die Flüchtlingskrise an der Ägäis nimmt kein Ende. Auf den griechischen Inseln kamen wieder Tausende Menschen an, Hunderte wurden von der Küstenwache aus den Fluten gerettet. Griechenland sichert derweil seine Landesgrenze zur Türkei.

Athen. Um neue Flüchtlingsrouten entlang der Landesgrenze zum Nordwesten der Türkei zu verhindern, hat Griechenland seine Überwachungsmaßnahmen am Grenzfluss Evros erhöht. Dies berichteten übereinstimmend griechische Medien.

Ein Polizeioffizier aus der Provinzhauptstadt Alexandroupolis bestätigte der Deutschen Presse-Agentur die Informationen, ohne weitere Details zu nennen.

Als Erstes werde ein gut zehn Kilometer langer Zaun verstärkt und repariert. Dieser war 2012 bei Orestiada entlang des einzigen Abschnitts an der Landesgrenze fertiggestellt worden, der nicht von dem Fluss markiert wird, berichtete die Zeitung "Kathimerini". Überschwemmungen nach starken Regenfällen hatten Teile des Zauns im Februar 2015 beschädigt.

Der Rest der griechisch-türkischen Grenze verläuft entlang des Evros - ein stellenweise vermintes Gelände. In den vergangenen Jahren sind Dutzende Menschen beim Überqueren des Flusses oder in einem Minenfeld am Ufer ums Leben gekommen. 

Der Übergang gilt dennoch als weniger gefährlich als die Überquerung der Meeresengen zwischen der türkischen Küste und den griechischen Ägäisinseln, wo auch zu Wochenbeginn wieder Menschen ankamen. Auf Kos, Leros, Samos, Chios und Lesbos landeten nach Angaben der Küstenwache zwischen Montag und Dienstagmorgen rund 4000 Migranten. 773 von ihnen wurden von der Küstenwache aus den Fluten gerettet. Drei Fähren holten die Flüchtlinge nach ihrer Registrierung von den Inseln ab und brachten sie zum Festland. Die Mehrheit dieser Menschen will weiter nach Westeuropa reisen.

dpa


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