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EU-GIPFEL

Griechenland: Merkel will drittes Hilfspaket

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zweifelt nach der Einigung des Euro-Gipfels auf neue Griechenland-Hilfe nicht an der Zustimmung des Bundestages.

Brüssel. Merkel schätzt den heute verkündeten Durchbruch bei den Verhandlungen mit Griechenland folgendermaßen ein: "Ich glaube, dass Griechenland damit Chancen hat, auf den Wachstumspfad zurückzukehren."

Sie könne dem deutschen Parlament "aus voller Überzeugung empfehlen", grünes Licht für die Verhandlungen über ein drittes Paket im Volumen von 82 bis 86 Milliarden Euro zu geben, sagte die Kanzlerin zum Abschluss des Marathon-Gipfels am Montagmorgen in Brüssel.

Sie erwäge nicht, im Zusammenhang mit der anstehenden Griechenland-Abstimmung die Vertrauensfrage zu stellen. Merkel sagte weiter, der Bundestag werde aber erst dann zusammengerufen, wenn das Parlament in Athen das am Montag ausgehandelte Gesamtprogramm bestätigt und eine Reihe konkreter Reformen verabschiedet habe, was bis zum Mittwoch geschehen soll.

Sie werde die deutschen Abgeordneten nicht aus dem Urlaub zurückrufen, ohne zu wissen, dass die Griechen die notwendigen Beschlüsse gefasst hätten. Ein weiterer Sondergipfel sei dann nicht mehr notwendig, sondern lediglich eine "Zertifizierung" der Beschlüsse in Athen durch die Euro-Finanzminister und die Gläubiger-Institutionen, fügte Merkel hinzu.

Sie habe keinen Grund, an den vereinbarten Zeitplänen zu zweifeln. Die Lage in Griechenland sei schließlich "sehr angespannt", es gebe daher in Athen ein "gewisses Interesse", die Aufgaben abzuarbeiten, um den Weg zu neuer Hilfe zu ebnen. "Ich gehe davon aus, dass es klappt", sagte Merkel.

Bis zu einer Erholung des Landes von der Krise sei es aber noch ein "mühsamer Weg".


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