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Deutschland/Welt Griechen versuchen wilde Flüchtlingscamps zu räumen
Nachrichten Politik Deutschland/Welt Griechen versuchen wilde Flüchtlingscamps zu räumen
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14:04 18.04.2016
Seit Wochen leben Flüchtlinge in einem provisorischen Camp im Hafen von Piräus. Die griechische Polizei hat damit begonnen, das Lager zu räumen. Quelle: Simela Pantzartz
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Athen

Die griechische Polizei hat damit begonnen, die von Migranten besetzten Hafenanlagen von Piräus zu räumen. Mehrere Gruppen von Flüchtlingen und Migranten wurden mit Bussen in ein nahegelegenes offizielles Auffanglager gebracht.

Das wilde Lager mit rund 4000 Bewohnern soll im Laufe der Woche geräumt werden, bevor die Touristensaison beginnt. Der Hafen von Piräus ist eine der wichtigsten Drehscheiben für ausländische Besucher des Landes.

Auch am Grenzübergang Idomeni, wo Flüchtlinge seit 31 Tagen den Güterzugverkehr blockieren, wurde am Montag die Zahl der Bereitschaftspolizisten erhöht. Die Blockierer wollen die Öffnung der Grenze nach Mazedonien und ihre Weiterreise nach Mitteleuropa durchsetzen.  

Gewalt dürfen die Polizisten zur Räumung des Lagers in Idomeni nicht einsetzen; das hat die griechische Regierung bisher immer wieder betont. Die mehr als 10 000 Bewohner, in der Mehrzahl Frauen und Kinder, weigern sich, in staatliche Auffanglager zu gehen. Sie hoffen darauf, dass sich die Grenze nach Norden doch noch öffnen könne.

Selbst eine Räumung der Bahntrasse, die einige Dutzend Demonstranten mit Zelten besetzt halten, kam am Montag nicht voran. Nach geduldigen Aufforderungen der Polizisten gaben die Blockierer ein Stückchen Trasse frei, nur um die Schienen kurze Zeit später wieder zu besetzen

Berichte, wonach am Montag im Rahmen des europäisch-türkischen Flüchtlingspakts erneut Migranten von Griechenland in die Türkei zurückgeschickt werden sollten, wurden in Kreisen der griechischen Küstenwache dementiert. Seit Beginn der Abschiebungen Anfang April wurden erst wenige Hundert Menschen zurück in die Türkei gebracht. Zur Bearbeitung von Asylanträgen fehlt es noch an Fachpersonal und Übersetzern.

dpa

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