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Deutschland/Welt Gewalt in Syrien behindert Nothilfe
Nachrichten Politik Deutschland/Welt Gewalt in Syrien behindert Nothilfe
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16:25 02.04.2013
Der Konflikt in Syrien wird immer brutaler. Quelle: SANA
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Istanbul/Beirut

Der Bürgerkrieg in Syrien tobt immer heftiger: Nach Einschätzung der syrischen Menschenrechtsbeobachter in London war der März der blutigste Monat seit Beginn des Aufstands gegen Präsident Baschar al-Assad vor zwei Jahren. Demnach kamen binnen eines Monats 6005 Menschen bei Bombardements, Anschlägen und Kämpfen zwischen Rebellen und Regierungstruppen ums Leben. Internationale Hilfsorganisationen sehen sich durch die zunehmende Gewalt massiv in ihrer Arbeit behindert.

Das Welternährungsprogramm (WFP) der Vereinten Nationen appellierte deshalb am Dienstag von Genf aus an alle Konfliktgegner, Transporte mit dringend benötigten Hilfsgütern unbehelligt passieren zu lassen. Bereits mehr als 20 Mal seien eigene Fahrzeuge und Einrichtungen angegriffen worden, seit die UN-Organisation im Dezember 2011 ihre Hilfslieferungen aufnahm. "Unsere Lagerhäuser und Lastwagen geraten zunehmend ins Kreuzfeuer", sagte der Syrien-Koordinator des WFP, Muhannad Hadi. "Es wird immer mehr zu einem Kampf, Nahrungsmittel von einem Gebiet zum anderen zu bringen."

Nach Angaben der oppositionellen Menschenrechtsbeobachter war der Bürgerkrieg noch nie so tödlich wie jetzt. Der Leiter der Initiative, Rami Abdel Rahman, sagte, der bisherige Negativrekord habe im August 2012 bei 5400 Toten gelegen. Den Aktivisten zufolge war jedes dritte Opfer im März ein Zivilist. Die Zahl der getöteten Rebellen und Regierungssoldaten habe jeweils bei etwa 1400 gelegen.

Vor allem im Großraum Damaskus wurde am Dienstag erneut heftig gekämpft. Der regimenahe Fernsehkanal "Al-Dunja" berichtete, fünf Mörsergeschosse seien im nördlichen Stadtteil Barsa eingeschlagen. Auch die Menschenrechtsbeobachter meldeten heftige Gefechte in dem Bezirk. Im östlichen Viertel Dschobar nahe dem Abbassiden-Platz werde ebenfalls gekämpft, hieß es.

Der Aufstand gegen Assad hat nach UN-Schätzungen inzwischen mehr als 70 000 Menschen das Leben gekostet. Fast fünf Millionen sind auf der Flucht.

dpa

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