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Deutschland/Welt Gesundheitsminister beklagt geringe Impfbereitschaft
Nachrichten Politik Deutschland/Welt Gesundheitsminister beklagt geringe Impfbereitschaft
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13:59 07.12.2009
Auch er ließ sich schon impfen: Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler Quelle: ddp
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Nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) haben sich bislang nur 15 Prozent der Ärzteschaft und schätzungsweise 5 Prozent der Bevölkerung gegen die Neue Grippe impfen lassen. Auch wenn der Scheitelpunkt der aktuellen Welle offenbar überschreiten sei, dürfe die Gefahr des Virus nicht verharmlost werden, sagte der FDP-Politiker am Montag nach dem zweiten Impfgipfel mit Vertretern von Krankenkassen, der Kinder- und Jugendärzte und der Bundesärzteschaft in Berlin.

Laut Robert-Koch-Institut (RKI) wurden bisher rund 190 000 Schweinegrippe-Infizierte in Deutschland gemeldet. 86 Menschen seien gestorben. Etwa 85 Prozent der Toten wiesen Vorerkrankungen auf, sagte RKI-Präsident Jörg Hacker.

Wie der Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte, Wolfram Hartmann, sagte, wurden bislang fünf bis sechs Millionen Menschen immunisiert. „Bisher hat es durch das Impfen keinen einzigen Todesfall in Deutschland gegeben“, sagte Hartmann. Auch wenn die Grippe wesentlich harmloser verlaufe als befürchtet, empfiehlt er eine Impfung auch bei Kindern ab dem sechsten Monat. „Auch wer bereits Grippesymptome hatte, sollte sich immunisieren lassen“, sagte Hartmann.

Der Hauptgeschäftsführer der Bundesärztekammer, Christoph Fuchs, bemängelte die fehlende Impfbereitschaft beim medizinischen Personal. Dies gefährde nicht nur die Ärzte selbst, sondern auch die Patienten, sagte er. Es gebe eine “überraschend hohes Maß an Unsicherheit nicht nur in der Bevölkerung, sondern auch beim medizinischen und Pflegepersonal.“ Er räumte in diesem Zusammenhang „ernsthafte Kommunikationsprobleme“ vor Beginn der Impfung ein. ddp

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