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Der Eingangsbereich zur Gedenkstätte «Deutsche Teilung» in Marienborn. Am ehemaligen Grenzübergang lag die größte Kontrollstelle der deutsch-deutschen Grenze.

Der Eingangsbereich zur Gedenkstätte «Deutsche Teilung» in Marienborn. Am ehemaligen Grenzübergang lag die größte Kontrollstelle der deutsch-deutschen Grenze. © Jens Wolf/Archiv

Geschichte

Gedenken an Mauerbau vor 54 Jahren

Am 54. Jahrestag des Mauerbaus hat Berlin an die Opfer der deutschen Teilung erinnert. Bei dem zentralen Gedenken in der Mauer-Gedenkstätte legte der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) einen Kranz nieder.

Berlin. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) schickte ein Gebinde.

Zuvor gab es in der Kapelle der Versöhnung der Gedenkstätte an der Bernauer Straße auf dem früheren Todesstreifen eine Andacht. Daran nahm auch die Mutter des letzten erschossenen DDR-Flüchtlings, Karin Gueffroy, teil. Ihr 20-jähriger Sohn Chris war noch im Februar 1989 tödlich getroffen worden, als er in den Westen fliehen wollte.

Nach bisherigen wissenschaftlichen Erkenntnissen starben 138 Menschen durch das DDR-Grenzregime an der Berliner Mauer. Die Zahl der Opfer an der einstigen, knapp 1400 Kilometer langen innerdeutschen Grenze wird indes noch immer erforscht. Das Projekt verzögert sich, voraussichtlich soll 2017 ein Totenbuch vorliegen.

Am 13. August 1961 hatte die SED-Führung unter Walter Ulbricht mit dem Bau der Mauer begonnen. Das rund 155 Kilometer lange Bollwerk zerschnitt Berlin mehr als 28 Jahre lang. Die Teilung endete erst mit dem Fall der Mauer am 9. November 1989.

In einer Erklärung von Bundesratspräsident Volker Bouffier (CDU) hieß es, der Mauerbau sei ein schwarzer Tag deutscher Geschichte gewesen. Das Schicksal von Millionen Menschen sei negativ beeinflusst, ganze Familien seien auseinandergerissen worden, erklärte der hessische Ministerpräsident. Die Erinnerung müsse aufrechterhalten werden.

Berlins Regierungschef Müller hatte anlässlich des Jahrestages bereits am Mittwoch betont, Freiheit und Rechtsstaat seien nicht selbstverständlich. Viele Berliner wüssten aus eigenem Erleben, dass Demokratie erkämpft werden müsse.

Vielerorts wurden die Opfer gewürdigt. In der Stasiopfer-Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen wurde mit einer Kranzniederlegung der Menschen gedacht, die wegen Fluchtversuchen in der DDR verhaftet wurden. Auch zur Gedenkstele für Peter Fechter wurden Blumen gebracht. Fechter war am 17. August 1962 von DDR-Grenzposten bei einem Fluchtversuch nahe dem Checkpoint Charlie angeschossen worden und vor den Augen der Welt verblutet. In der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn (Sachsen-Anhalt) sollte eine Ausstellung zur Mauer eröffnet werden.

dpa


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