Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Deutschland/Welt Gabriel will in der SPD Doppelspitzen aus Frauen und Männern
Nachrichten Politik Deutschland/Welt Gabriel will in der SPD Doppelspitzen aus Frauen und Männern
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:14 22.10.2015
Wirtschaftsminister Gabriel will in der SPD Doppelspitzen aus Frauen und Männern. Quelle: Sven Hoppe
Anzeige
Berlin

SPD-Chef Sigmar Gabriel unterstützt den Vorstoß der sozialdemokratischen Frauen für Doppelspitzen aus Frauen und Männern in der Partei. "Ich finde den Antrag gut und werde ihm auch zustimmen", sagte Gabriel den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) hat für den Bundesparteitag im Dezember eine Satzungsänderung beantragt. Demnach sollen Doppelspitzen aus Mann und Frau auf allen Parteiebenen künftig möglich sein - bis zur Bundesebene. Eine Pflicht, Führungsduos zu wählen, ist damit aber ausdrücklich nicht vorgesehen.

Laut Antrag würde die Satzung so geändert, dass der Vorstand künftig entweder von einem oder einer Vorsitzenden geführt würde "oder von zwei gleichberechtigten Vorsitzenden, jeweils eine Frau und ein Mann". Derzeit ist das nicht möglich.

Zur Änderung der Satzung ist eine Zwei-Drittel-Mehrheit nötig. Die AsF-Vorsitzende Elke Ferner äußerte sich zuversichtlich, dass genügend Stimmen zusammenkommen. "Es gibt keinen Grund, dagegen zu sein", sagte sie. Schließlich sei die Änderung mit keinerlei Zwang verbunden. Es gehe lediglich darum, paritätische Doppelspitzen überall dort, wo sie gewünscht seien, zu ermöglichen.

Gerade in den Ortsvereinen gebe es oft den Wunsch von Männern und Frauen, die sich neben Beruf und Familie noch in der SPD engagieren wollten, sich diese Aufgabe mit jemand anderem zu teilen. "Die Satzung gibt das im Moment nicht her."

Auch Gabriel betonte: "Wir haben immer häufiger Probleme, ehrenamtliche Vorsitzende zu finden, weil die damit verbundene Arbeit dem oder der einzelnen zu viel wird." Eine Doppelspitze könne da helfen. Und die wäre mit der geplanten Änderung "bis in die Spitze von Bezirks-, Landes und Bundesebene" möglich.

Ferner meint, dass sich das Modell auf mittlere Sicht durchaus auf Landes- und Bundesebene durchsetzen werde. "Da braucht der eine oder andere vielleicht noch Zeit, sich an die Vorstellung zu gewöhnen."

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Nun ist es amtlich: Die parteilose Henriette Reker ist neue Oberbürgermeisterin von Köln. Die Umstände ihrer Wahl werden allerdings noch lange in Erinnerung bleiben - die Unterschrift leistete sie in der Klinik.

22.10.2015

Die Bundesregierung macht Ernst bei der beschleunigten und konsequenteren Flüchtlingspolitik. Nach einem Bericht des RND, dem auch die NP angehört, wird das Asylverfahrensbeschleunigungsgesetz bereits an diesem Freitag im Bundesgesetzblatt I Nummer 40 auf Seite 1722 verkündet werden und damit in seinen zentralen Teilen, wie der beschleunigten Rückführung, am Sonnabend, 24. Oktober, in Kraft treten.

22.10.2015

Was kann man mit kiloweise Feuerwerkskörpern anrichten? In Franken hat die Polizei eine verdächtige Sendung abgefangen. Dutzende Beamte rücken aus und verhaften mehrere mutmaßliche Rechtsextremisten.

22.10.2015
Anzeige