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Deutschland/Welt Gabriel: Steinbrück-Rückzug war nie ein Thema
Nachrichten Politik Deutschland/Welt Gabriel: Steinbrück-Rückzug war nie ein Thema
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13:13 22.01.2013
Peer Steinbrück und Sigmar Gabriel bei einer Klausur der SPD-Bundestagsfraktion. Quelle: Michael Kappeler/Archiv
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Berlin

"Es stand nie zur Debatte, dass er geht", sagte Gabriel am Dienstag in Berlin. "Er hat keine silbernen Löffel geklaut und auch nichts Dramatisches gesagt." Die SPD sei nicht die FDP und gerate gleich beim ersten Gegenwind in Panik. "Wir sind eine hoch geschlossene Partei - inhaltlich wie personell", betonte Gabriel.

Vor der Bundestagswahl im September will die SPD auch auf einen Tür-zu-Tür-Wahlkampf setzen. Man müsse Wahlkampf von unten, aus Sicht der Bürger machen. Besonders enttäuschte Nichtwähler wolle die SPD durch den persönlichen Kontakt für sich gewinnen. "Das ist ein völlig offenes Rennen", betonte ein sichtlich aufgeräumter Gabriel nach dem rot-grünen Erfolg in Niedersachsen mit Blick auf die Bundestagswahl.

Er versicherte, Steinbrück sei kein Kandidat, der nur die Belle Etage vertrete. Das zeige allein schon sein Einsatz für eine Mietpreisbremse. Zudem sei schon der Gründer der deutschen Sozialdemokratie, Ferdinand Lassalle, ein vermögender Mann gewesen. Es gebe nach den jüngsten Debatten auch kein Einmauern des Kandidaten. Die SPD und Steinbrück hätten den "gleichen Herzschlag". Im Falle eines rot-grünen Sieges werde man den Grünen auf Augenhöhe begegnen.

Kanzler Gerhard Schröder hatte die SPD einst als Koch und die Grünen als Kellner in der rot-grünen Koalition definiert. Gabriel hält von solchen Debatten heute nichts mehr: "Ich will ja kein Restaurant aufmachen."

dpa

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