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Deutschland/Welt GM streicht 4500 in Deutschland Stellen bei Opel
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18:44 25.11.2009
Quelle: ddp
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Von dem europaweit geplanten Abbau von etwa 9000 Jobs würden 50 bis 60 Prozent auf deutsche Werke entfallen, sagte GM-Europa-Chef Nick Reilly am Mittwoch in Rüsselsheim nach einem Treffen mit dem Betriebsrat.

Um im scharfen internationalen Wettbewerb langfristig profitabel zu werden, müsse GM bei Opel und der britischen Schwestermarke Vauxhall etwa ein Fünftel der Kapazitäten abbauen, sagte Reilly. Endgültige Entscheidungen über den Arbeitsplatzabbau sollten nach Beratungen mit den Arbeitnehmervertretern getroffen werden. Er hoffe, dass die Konsultationen im Lauf des Dezembers abgeschlossen werden könnten. Gefährdet ist nach Angaben Reillys das belgische Opel-Werk in Antwerpen. Er kündigte die Gründung einer Arbeitsgruppe an, die vorgeschlagene Alternativen prüfen solle.

Reilly bekräftigte, dass GM für den Umbau der europäischen Standorte und Neuinvestitionen um Staatshilfen in einer Gesamthöhe von etwa 3,3 Milliarden Euro bitten werde. „Wir sind guter Hoffnung, dass wir von allen Ländern Unterstützung erhalten, in denen wir tätig sind.“ In Deutschland wollten nach seinen Angaben die vier Ministerpräsidenten der Länder mit Opel-Standorten mit der Bundesregierung über mögliche Hilfen beraten. Zuvor hatte Reilly bei Treffen mit den Länderchefs den Erhalt der Werke in Bochum, Kaiserslautern, Rüsselsheim und Eisenach angekündigt.

Betriebsratschef Klaus Franz kritisierte den geplanten Stellenabbau scharf. Der Betriebsrat akzeptiere die Pläne von GM in keiner Weise, sagte Franz. Der US-Konzern wolle in Europa insgesamt rund 8700 Stellen abbauen, davon 7230 in deutschen und belgischen Werken. Laut Franz sollen im Stammwerk Rüsselsheim rund 2500 Jobs gestrichen werden. Im Werk Bochum sollen demnach knapp 1800 Stellen wegfallen, in Eisenach und Kaiserslautern jeweils rund 300 Arbeitsplätze. In Antwerpen stünden für den Fall der Schließung rund 2300 Jobs auf der Kippe.

Franz kündigte nach dem Treffen mit Reilly an, der Gesamtbetriebsrat werde künftig nur noch über Anwälte mit GM kommunizieren. Er warf dem US-Konzern eine Verletzung seiner Informationspflicht gegenüber dem Betriebsrat vor. „Wir haben jetzt einen Geschmack davon bekommen, wie es in Zukunft weitergeht.“ GM fordere die 265 Millionen Euro jährlich an Personaleinsparungen, die dem Opel-Interessenten Magna zugesagt wurden, wolle „aber nicht im Ansatz die gleichen Zusagen“ machen. Anfang November hatte GM überraschend die von der Bundesregierung unterstützte Übernahme Opels durch den österreichisch-kanadischen Autozulieferer abgesagt.

AFP

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