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Deutschland/Welt François Hollande trifft Castro-Brüder
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06:59 12.05.2015
Francois Hollande (L) zusammen mit Kubas Präsident Raul Castro. Quelle: Adalberto Roque
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Havanna

Nach dem diplomatischen Neustart zwischen den USA und Kuba solle es zudem zu einem Ende des US-Embargos kommen. Im Anschluss traf der Franzose seinen Kollegen Raúl Castro - zuvor durfte er auch Revolutionsführer Fidel Castro in dessen Haus besuchen.

Beide kamen am Nachmittag in Castros Residenz zusammen, bestätigte der Élysée-Palast in Paris auf dpa-Anfrage. Der 88-jährige Castro ist seit Jahren nur noch selten öffentlich zu sehen. 2006 übertrug er krankheitsbedingt die Regierungsgeschäfte an seinen fünf Jahre jüngeren Bruder Raúl.

Zum Auftakt seines eintägigen Besuches hatte Hollande versichert, dass sich Frankreich für die gegenwärtige kubanische Öffnung sehr interessiere. Sein Land werde alles tun, um zum Ende der seit den 1960er Jahren bestehenden US-Wirtschaftssanktionen beizutragen, sagte er während einer Rede in der Universität von Havanna. Hollandes Besuch ist der erste eines westlichen Staatschefs seit der im Dezember eingeleiteten US-Annäherung an Kuba.

Er glaube, dass viele europäische Führungspersönlichkeiten seinem Beispiel folgen werden, sagte Hollande. "Ich finde es sehr wichtig, dass Europa dabei ist", fügte er im Hinblick auf Kubas marktwirtschaftliche Reformen der vergangenen Jahre hinzu.

Hollande will in Havanna auch für die Annäherung zwischen Kuba und der EU werben. Brüssel hatte im April 2014 Verhandlungen mit Havanna über ein Abkommen über einen politischen Dialog aufgenommen.

Am Montag wurde indes auch bekannt, dass Papst Franziskus vom 19. bis 21. September auf Kuba sein wird. Vor einer Reise in die USA soll der Argentinier neben Havanna auch Holguín und Santiago de Cuba im Osten des Landes besuchen. Der Vatikan hatte den Besuch bereits Ende April angekündigt.

Bei der Annäherung zwischen Havanna und Washington hatte der Papst eine wichtige Rolle als Vermittler gespielt. Beide Länder verhandeln derzeit über die Eröffnung regulärer Botschaften nach einer jahrzehntelangen Eiszeit.

dpa

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