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IT MUSS EINFACH SEIN: Nach 
diesem Prinzip hat Sven Zuschlag 
seine Idee einer Unternehmens-
gründung verwirklicht. Der Ex-
Microsoft-Manager bietet Apps für 
Firmen im Baukastensystem an.

IT MUSS EINFACH SEIN: Nach
diesem Prinzip hat Sven Zuschlag
seine Idee einer Unternehmens-
gründung verwirklicht. Der Ex-
Microsoft-Manager bietet Apps für
Firmen im Baukastensystem an.© SmapOne

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IT-Branche

Firmen-Apps aus dem Baukasten

Manche Unternehmensgründung basiert auf verblüffend einfachen Lösungen, und der Impuls dazu entsteht oft in völlig anderem Zusammenhang. So lief es auch bei Smap- One, denn der frühere Microsoft-Manager Sven Zuschlag hat das IT-Startup zur Entwicklung von Apps für Firmen 2014 nach einem Ringen vor zweieinhalb Jahren mit seiner damals 15-jährigen Tochter über ein neues Handy gegründet.

Hannover. SmapOne - übersetzt etwa: ein einziges Fingerschnippsen - bietet Unternehmen einen einfachen, günstigen Weg an, eigene Apps für den internen Gebrauch etwa bei Kundenbetreuung oder Maschinenkontrolle aufzubauen. Smap bedeutet aber auch Smart mobile Application Portal - ist also ein kluges mobiles Softwareportal. „Meine Tochter argumentierte, dass sie durch viel mehr private Apps ihr Handy produktiver nutze als ich meins und sie deshalb eher ein Neues brauche“, lacht Zuschlag. „Da fiel mir überhaupt erst auf, dass ein Smartphone tatsächlich für seine Leistungsfähigkeit viel zu wenig Angebote für den beruflichen Nutzen hatte“, so der 40-Jährige.

Firmen, die Apps auf ihren individuellen Bedarf hin programmieren lassen, müssten dafür zwischen 10 000 und 250 000 Euro hinblättern. „Dafür hatte ich als Vertriebsleiter bei Microsoft natürlich gar kein Budget“, erinnert sich Zuschlag. Mit dem, was es damals zu kaufen gab, war er aber nicht zufrieden. „Diese Apps entsprachen nicht meinem Bedarf, weil ich dort nicht eingreifen konnte.“ Zwei Anlässe, aus denen im Mai 2014 das neue Unternehmen entstand. Und der Anspruch von Sven Zuschlag: „IT muss viel einfacher sein.“

Heute, knapp anderthalb Jahre später, ist das erste große Ziel weitgehend erreicht. Das hannoversche IT-Unternehmen, das in diesem Jahr einer der Stars auf der Cebit-Bühne für Startups Scale11 war, bietet Kleinunternehmen mit bis zu 20 Mitarbeitern, dem klassischen Mittelstand oder Mitarbeitern in Fachabteilungen individuell zugeschnittene Apps im Baukastensystem an. Ohne Programmierkenntnisse können sie dort ab 79 Euro im Monat mit einer Art Basteltool in 30 Minuten ihre App für alle Endgeräte aufbauen. Tablet-Versionen stehen an, ab 2017 will Smap One seinen Service auch international anbieten. Anfang vergangener Woche startete der Service in Deutschland auf www.smapone.com, vor Anfragen konnte sich der Dienstleister aber auch schon vorher kaum retten.

Finanziers und öffentliche Mittel haben den Gründern - neben Zuschlag auch Medienberater Thomas Schwarz (43) und der Betriebswirt Jan Zimmermann (41) - zur Geburt ihres Unternehmens verholfen. Profitieren von der Idee, wie einfach IT sein kann, sollen aber auch andere: SmapOne bietet auch ein Bildungs- & Digitalisierungsprojekt für Studenten und Azubis.


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