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Ein Windrad der Windwärts Energie GmbH mit bunten Leuchtfeldern bei Sehnde-Müllingen (Region Hannover).

Ein Windrad der Windwärts Energie GmbH mit bunten Leuchtfeldern bei Sehnde-Müllingen (Region Hannover).© dpa/Julian Stratenschulte

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Energie

Firma Windwärts meldet Insolvenz an

Bürgerproteste und langandauernde Genehmigungsverfahren setzen Finanzierer von erneuerbarer Energiegewinnung immer mehr unter finanziellen Druck. Die Zeit läuft vielen davon, erst Prokon jetzt Windwärts aus Hannover. Folge: Wieder eine Insolvenz.

Hannover. Der hannoversche Windkraftprojektierer Windwärts braucht Beistand, um aus der aktuellen Flaute zu kommen: Gestern meldete er beim Amtsgericht Insolvenz an. Insolvenzverwalter Volker Römermann aus Hannover ist sich aber derzeit sicher, dass der 20 Jahre alten Firma nicht die Puste ausgeht. „Nach dem, was ich sehe, werden wir sanieren können“, sagte er der NP, „es gibt sehr gute Projekte.“

Unter Druck war der Betrieb mit noch rund 100 Mitarbeitern gekommen, nachdem sich 27 anstehende Windkraftprojekte - mal durch Einsprüche von Anliegern, mal laut Römermann durch Überflugrechte der Bundeswehr - stark verzögert hatten. Dann wurde Ende 2013 die Auszahlung von mehr als einer Million Euro aus dem ersten von vier Genussrechten fällig, berichtet der Insolvenzverwalter. Windwärts hatte darüber rund 18 Millionen Euro Anlegerkapital eingeworben. Geschäftsführer Lothar Schulze musste die Zahlung der ersten Tranche einfrieren. Zuvor hatte er durch die Trennung vom Fotovoltaik-Geschäft, der Präsenz in Italien und 35 Mitarbeitern vergeblich um Stabilität gerungen. 50 Projekte seien derzeit in der Pipeline, betont Römermann. Die Betreibergesellschaft von Projekten, die über geschlossene Fonds finanziert wurden, seien nicht betroffen. Eine Parallele zum insolventen Ökoenergiefinanzierer Prokon, dessen Genussrechteinhaber ebenfalls auf ihr Geld warten, sieht Römermann nicht. Schulze betonte, dass Anleger stehts auf die Unwägbarkeiten des Geschäfts und der Beteiligungsform hingewiesen worden seien.

Ein Windwärts-Gläubiger ist auch die HSH-Nordbank, die selbst wegen der Schiffskrise unter Druck ist.


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