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Prinz Albert, (der spätere König George VI.) mit Herzogin Elizabeth (spätere Queen Mum) und ihren beiden Töchtern, Prinzessin Elizabeth (M, spätere Königin Elizabeth II.) und Prinzessin Margaret Rose im Sommer 1936 in Windsor.

Prinz Albert, (der spätere König George VI.) mit Herzogin Elizabeth (spätere Queen Mum) und ihren beiden Töchtern, Prinzessin Elizabeth (M, spätere Königin Elizabeth II.) und Prinzessin Margaret Rose im Sommer 1936 in Windsor. © UPI/dpa/Archiv

Geschichte

Film zeigt spätere Queen beim Hitlergruß

Ein Video aus den 1930er Jahren, das die Queen mit ihrer Mutter und ihrem Onkel beim Hitlergruß zeigen soll, hat in Großbritannien gemischte Reaktionen ausgelöst.

London. Die spätere Königin Elizabeth II., heute 89, ist in dem 17 Sekunden langen Schwarz-Weiß-Film mit ihrer Schwester Margaret, ihrer Mutter und ihrem Onkel, dem späteren König Edward VIII., zu sehen. Es sei "enttäuschend", dass der private Film "beschafft und auf diese Weise ausgeschlachtet wurde", sagte ein Sprecher des Palastes. Veröffentlicht hatte das Video die Boulevardzeitung "Sun" in der Nacht.

Die Erwachsenen heben ebenfalls den rechten Arm. Der "Sun" zufolge soll es 1933 oder 1934 auf dem königlichen Landsitz Balmoral aufgenommen worden sein und die spätere Königin Elizabeth II. im Alter von etwa sieben Jahren zeigen. Dass Edward, der 1936 für nur 295 Tage König war und dann abdankte, vom Faschismus fasziniert war, ist Historikern bekannt. Ein Foto aus dem Jahr 1937 zeigt ihn mit seiner Frau Wallis Simpson, wie sie Adolf Hitler in München besuchen.

"Das Material schadet der königlichen Familie natürlich", sagte Graham Smith von der antimonarchistischen Gruppe Republic der Zeitung "Guardian". Die Royals hätten immer ihr "Märchen-Image" gepflegt, das über einen fragwürdigen familiären Hintergrund hinwegtäusche. "Es wirft die Frage auf, warum wir nichts über die Ansichten der Queen erfahren können, damit wir entscheiden können, ob wir wollen, dass sie und repräsentiert." Ein Verdacht, die Queen habe selbst mit den Nazis sympathisiert, lasse sich aus dem Video aber nicht ableiten, da sie ein Kind gewesen sei.

"Die meisten Menschen werden diese Bilder im angemessenen Kontext und aus der Zeit heraus sehen", zitierte die Nachrichtenagentur PA eine Palastquelle. Das ist eine Familie, die spielt und für einen Moment auf eine Geste Bezug nimmt, die viele in zeitgenössischen Nachrichtensendungen gesehen haben." Damals habe niemand gewusst, welchen Verlauf die Geschichte nehmen werde. Die Dienste der Königin und ihrer Familie an ihrem Land während des Kriegs und die 63-jährige Regierungszeit der Queen, in der sie "Brücken zwischen Nationen und Völkern" gebaut habe, sprächen für sich selbst.

Die "Sun" betonte, die Veröffentlichung richte sich nicht gegen Elizabeth II., sie gäbe jedoch "faszinierende Einblicke" in das Weltbild Edwards. Woher die Zeitung das Video hatte, verriet sie nicht. Der frühere Pressesprecher der Queen Dickie Arbiter mutmaßte gegenüber Sky News, dass er versehentlich mit harmlosen Aufnahmen herausgegeben worden sein könnte.

dpa


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