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Deutschland/Welt Falscher Alarm im Schloss Bellevue
Nachrichten Politik Deutschland/Welt Falscher Alarm im Schloss Bellevue
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09:40 20.04.2013
Im Schloss Bellevue, Dienstsitz des Bundespräsidenten, ist ein verdächtiger Brief gesprengt worden. Quelle: Wolfgang Kumm/Illustration
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Berlin

Sie machten den Brief im Park des Gauck-Amtssitzes unschädlich. Am Abend gab das Bundesinnenministerium Entwarnung: Es habe sich nicht um explosives Material gehandelt.

Wie ein Sprecher des Präsidialamtes mitteilte, hielt sich Gauck zu der kritischen Zeit nicht in seinem Berliner Amtssitz auf. Hinweise auf den Absender oder den möglichen Hintergrund gab es am Freitag zunächst nicht. Der Generalbundesanwalt wurde informiert, zog den Fall aber nicht an sich, weil unklar war, ob es einen politischen Hintergrund gibt.

Erste Informationen, dass es sich bei dem Pulver um die Substanz HMTD gehandelt habe, waren schon am Nachmittag nicht bestätigt worden. Nach dpa-Informationen wurde bei einem Röntgentest in der Poststelle Alarm geschlagen. Bei zwei weiteren Tests, mit denen die Substanz näher bestimmt werden sollte, sei angezeigt worden, dass es sich um Sprengstoff handele. Aus Sicherheitsgründen sei der Brief dann gesprengt worden. Das Bundespräsidialamt rief seine Mitarbeiter zu erhöhter Wachsamkeit auf.

Medienberichte, wonach sich in dem Brief der gefährliche Stoff HMTD verborgen habe, wurden damit nicht bestätigt. Diese Substanz wird als hochexplosives Selbstlaborat beschrieben. Sie besteht aus relativ einfachen Grundstoffen. Für möglich gehalten wurde allerdings, dass der Absender des Briefes sich von den jüngsten Ereignissen in den USA dazu verleiten ließ, den Brief an Gauck zu schicken - quasi als Trittbrettfahrer.

Ein vergleichbarer Zwischenfall im Präsidialamt ist nicht bekannt. Im Herbst 2010 wurde aber im Kanzleramt eine Paketbombe sichergestellt. Zuletzt hatte in den USA mutmaßlich ein inzwischen festgenommener Mann Giftbriefe an Präsident Barack Obama und einen Senator verschickt. Sie waren mit dem Pflanzengift Ricin präpariert, richteten aber keinen Schaden an.

dpa

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